Lyoness – Urteile/Beschlüsse v. 11.12. & 18.12.2018 – Zwischenbericht

Obwohl jedem klar ist, dass es im Rahmen eines Zivilverfahren an den jeweils anberaumten Verhandlungstagen kein direktes Urteil oder ein Beschluss erfolgt, laufen „Lyonesen“ hier mit unqualifizierten, teils beleidigenden und durchwegs „nervösen Kommentaren“ regelrecht Sturm.   

Deshalb nochmals zur Erklärung. Uns sind die Entscheidungen aus Norwegen und Italien bereits weitestgehend bekannt und begrüßen diese ausdrücklich, aber solange kein offiziell bestätigter Beschluss vorliegt, können und werden wir dazu nichts veröffentlichen. Wir können es selbst nicht erwarten. 

Von allen erkenntnisresistent Lyonesen veröffentlichen wir nachstehend einen unserer Favoriten:  

Autor: Lukas Müller
E-Mail:
micha_sinn@t-online.de

Kommentar:
Und…. War wohl nichts mein lieber Ben 😀 du schreibst schon über mehrere Jahre mindestens 2 mal pro Monat irgend eine Scheiße hier rein und schreibst das es ab nächsten Monat als Schneeballsystem oder sonst was eingestuft wird, aber NIE ist etwas passiert. Merkst du es langsam selber net das du nur Schwachsinn recherchierst? So lächerlich mit dir 😀
Kannst ja mal mit Facebook oder Apple deine negativen Schlagzeilen schreiben.

Lieber Lukas Müller,

Lyoness ist per rechtskräftiger Urteile bereits mehrfach in Österreich, der Schweiz als Schneeballsystem klassifiziert und in Norwegen verboten. U. a. in Polen wird offiziell auf der staatlichen Verbraucherschutz-Website vor Lyoness gewarnt und ein Verfahren ist anhängig usw. usw. Wir haben keine Ahnung oder Vorstellung, was mit (……das es ab nächsten Monat als Schneeballsystem oder sonst was eingestuft wird, aber NIE ist etwas passiert.) gemeint sein könnte.

SWM AG-Drahtzieher Michael Turgut in Haft!

Der Hofer Finanzunternehmer Michael Turgut sitzt seit 29.11.2018 in Berlin in Haft. Das Landgericht Hof hatte den findigen Finanzjongleur bereits im August 2016 im Rahmen eines Strafverfahren wegen Betruges (u.a.) zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Zwar wurde von den Anwälten Turguts gegen das Urteil Revision eingelegt, die der Bundesgerichtshof aber bereits vor einigen Monaten als unbegründet verwarf.

Die Staatsanwaltschaft Marburg ermittelt derzeit in Sachen SWM AG, eine Anfrage zum aktuellen Stand bei der Staatsanwaltschaft zum Stand der Ermittlungen wird erwartet und umgehend nachgereicht. 

Der Dezember 2018 ist der Monat der Entscheidungen für Lyoness in Italien und Norwegen.

Die Autorità garante della concorrenza e del mercato, auch bekannt als Antitrust oder AGCM, ist die nationale Wettbewerbsbehörde Italiens.

Am 18.12.2018 fällt in Italien das Urteil, ob Lyoness dort als Schneeballsystem eingestuft wird oder nicht. Der Sachverhalt dürfte wie in Norwegen gelagert sein. Im Bereich Cashback-World ist Italien tatsächlich der stärkste Markt, was die Tätigkeit von Lyconet mit dem Vertrieb und Anwerben neuer „Sponsoren“ nicht besser macht.

Am 11.12.2018 entscheidet man in Norwegen darüber, ob die Wettbewerbsbehörde (formale) Fehler im Verbotsverfahren gemacht hat. Wird dies verneint, ist die Entscheidung zum Verbot von Lyoness in Norwegen endgültig und auch die eingeschränkte Erlaubnis für das Cashback-Geschäft erloschen.

Über die Entscheidungen werde ich sofort informiert werden.    

ERGO-Versicherungsgruppe war nie Kooperationspartner von Lyoness ! Versicherungsgruppe hat eigene Recherchen betrieben.

Die Ergo Group Aktiengesellschaft (eigene Schreibweise ERGO) ist ein international tätiger Versicherungskonzern mit Sitz in Düsseldorf der fast 30.000 angestellte Mitarbeiter weltweit beschäftigt. Hinzu kommen rund 13.000 hauptberufliche Vertreter. Ergo gehört zur Münchner Rückversicherungs-Gesellschaft AG. Mit laufenden Einnahmen aus Versicherungsbeiträgen in Höhe von rund 19 Milliarden Euro ist die Ergo Group 2017 einer der großen Erstversicherer in Deutschland und Europa.

Die ERGO-Versicherung wurde auf der Cashback World-Website als Partnerunternehmen 609001641 ausgewiesen. Auf Anfrage zu dieser Kooperation mit Lyoness, wurde die Versicherungsgruppe ERGO selbst tätig und recherchiert u. a. auch in den eigenen Reihen.

Zwischenzeitlich ist das ERGO-Logo entfernt worden. Die Lyoness-Pressestelle wurde um eine Stellungnahme gebeten.

Nachstehend die Mitteilung (Mail liegt vor) der Pressestelle von ERGO:

„Sehr geehrter Herr Ecker,

zwischen unserem Haus und den von Ihnen genannten Unternehmen bestand nie eine direkte Vertragsbeziehung. Es gab jedoch eine uns unbekannte Zusammenarbeit zwischen einem Werbedienstleister und dem Publisher mWS myWorld Solutions AG. Mit der Veröffentlichung und Nutzung des Logos wurde gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstoßen. Entsprechend wurde der Werbedienstleister mit sofortiger Wirkung aufgefordert, die Zusammenarbeit mit dem genannten Unternehmen aufzukündigen und zukünftig keine Zusammenarbeit mehr zuzulassen.
Zudem wurde eine niedrige einstellige Zahl lokaler Vermittler identifiziert, die – da ihnen die Hintergründe nicht bekannt waren – ohne unsere Kenntnis mit Cashback/myWorld kooperierten. Die Vermittler haben die Kooperationen zwischenzeitlich beendet.“

Mit freundlichen Grüßen
ERGO Group AG
Global Corporate Communications
Bereichsleiter
ERGO-Platz 1
40477 Düsseldorf

Dieser Stellungnahme von ERGO ist nichts mehr hinzuzufügen. Es ist ziemlich dreist, wie sich Lyoness am Markennamen ERGO bedient hat.

Lyoness betont nicht Bestandteil von strafrechtlichen Ermittlungen zu sein! Nur Geschäftsführer betroffen!

In einem Schreiben vom 22.11.201 im Verfahren 11 Cg 75/16s 8 auf Seite 2, Absatz 3 (Schreiben liegt vor) teilen die Lyoness-Anwälte folgendes mit:

Es ist zwar richtig, dass zu Az. 115 Js 915/16 der Staatsanwaltschaft Köln ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren anhängig ist, jedoch wird dieses gegen den aktuellen und den ehemaligen Geschäftsführer der mWG myWorld Germany GmbH mit dem Sitz in Köln (welche vormals unter Lyoness Germany GmbH firmierte) geführt. Die mWS myWorld Solutions AG wie auch mWG myWorld Germany GmbH sind darin weder involviert, noch sonst irgendwie beteiligt. Die beiden Beschuldigten werden durch zwei jeweils unterschiedliche Rechtsanwälte vertreten.“

Nun soll der ehemalige und aktuelle Geschäftsführer (Libor Smerda & Guido van Rüth) verantwortlich für dieses Debakel sein? Lyoness sei darin weder involviert, noch sonst irgendwie beteiligt? Interessant!