Zeitungsartikel in der Schweiz mit interessanter und fundierter Begründung zu einem erneuten Lyoness-Urteil!

Nicht das Urteil selbst steht hier im Mittelpunkt, sondern die Erkenntnisse und all die abgeschlossenen Verfahren gegen Lyoness sowie deren Nachfolgefirmen, die sich zunehmend in den internationalen Medien wiederfinden.

Lyoness hat sich seit jeher immer wieder selbst neu erfunden, sei es mit Abänderungen der Firmennamen oder unzähligen Firmenfusionierungen. Im Weiteren hat es Lyoness in der Umbenennung seiner Finanzprodukte nicht an Kreativität fehlen lassen.

Zwar wird nach wie vor das Schneeballsystem Lyoness vermeintlich verständlich und plausibel durch Lyconet-Marketer dem arglosen Interessenten verkauft, sobald dieser jedoch in die Materie investiert, sei es als „Sponsor“ oder unter anders wohlklingendem Namen, gibt es nur noch einen Gewinner . Lyoness!

Die treffendste Aussage zum Schneeballsystem Lyoness stellt das Urteil vom 4. Juni 2019 fest: „Der wirtschaftliche Endeffekt ist stets so, dass der Löwenanteil der einbezahlten Gelder bei Lyoness verbleibt und als Ertrag verbucht werden kann.“

Es ist nicht überraschend, dass Lyoness auch in diesem Fall in die dritte Instanz geht, gewonnen hat Lyoness noch keinen. Man spielt nur auf Zeit, denn spätestens, wenn Lyoness/Lyconet aufgefordert wird, doch zu beweisen, kein Schneeballsystem zu sein, muss das Lyoness-Krisenmanagement passen. Es ist ein Schneeballsystem und bereits vielfach rechtskräftig als solches verurteilt.

Nachstehend der Schweizer Zeitungsartikel: https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/werdenberg/lyoness-geld-zuruckzahlen-ld.1157494

Lyoness mit Sitz in Buchs muss 13 200 Franken zurückzahlen.

Der Schriftzug verweist auf den Holdingsitz im ersten Stock der Bahnhofstrasse 22 in Buchs. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Die beiden Holding-Firmen Lyoness Europe AG und Lyoness International AG mit Sitz an der Bahnhofstrasse 22 in Buchs sind seit Jahren in den internationalen Schlagzeilen. Sie sind die Holdinggesellschaften für zahlreiche Ländergesellschaften der Lyoness-Gruppe – nach eigenen Aussagen die grösste Einkaufsgemeinschaft der Welt und in 47 Ländern tätig.

Jagd nach Rabatten für Einkäufe bei Partnerfirmen

Erstmals hat das Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland eine Klage gegen ihre Tochterfirma Lyoness Suisse GmbH, ebenfalls mit Sitz in Buchs, gutgeheissen. Gemäss Entscheid des Gerichts muss diese dem Inhaber eines Solartechnikunternehmens die einst verkauften «Gutscheine für künftige Einkäufe» für 13200 Franken zurückzahlen. Denn wie am 28. Februar 2017 das Kantonsgericht Zug, kam auch das Kreisgericht zum Schluss, dass Lyoness ein illegales Schneeballsystem betreibt. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig, denn wie Kreisrichter Hans Willi dem W&O sagte, zieht Lyoness den Fall ans Kantonsgericht weiter.

Zum Verständnis: Lyoness-Kunden erhalten bei Einkäufen bei Partnerfirmen mit der Lyonesskarte Rabatte gutgeschrieben – ähnlich wie etwa bei der Coop- oder Cumuluskarte. Wer aber zusätzlich neue Kunden anwirbt, erhält auch von deren Einkäufen und von jenen weiterer angeworbener Kunden usw. Rabatte gutgeschrieben. 

System ist nicht durchschaubar

Doch viel lässt sich so trotzdem nicht verdienen, denn es fehlt vor allem an grossen Partnerfirmen, welche diese Rabattkarte akzeptieren. Da ist es verlockend, dass man sich «Partnerschaften» oder «Pakete» kaufen kann und sich so in eine höhere Stufe der Vergütungspyramide hieven kann. Der Minimaleinsatz liegt dabei bei rund 3000 Franken und ist nach oben offen. Das Vergütungssystem ist allerdings selbst für Mathematikexperten nicht durchschaubar und die versprochenen horrenden Verdienste nicht realisierbar. Deshalb war und ist dieses Geschäftsmodell Gegenstand vieler Gerichtsverfahren in mehreren Ländern, wie der W&O bereits mehrfach berichtete.

Einbezahlte Gelder behält die Firma

Der Entscheid des Kreisgerichts Werdenberg-Sarganserland ist eines von zahlreichen Urteilen, das in den letzten Jahren gegen die beiden in Buchs ansässigen Holdinggesellschaften Lyoness Europa AG und Lyoness International AG gesprochen wurde. Denn inzwischen ist dieses Geschäftsmodell in Österreich, Italien, Norwegen und der Schweiz rechtskräftig als illegales Schneeballsystem verurteilt worden. In Italien wurde Lyoness dieses Jahr desswegen mit einer Busse von 3,2 Millionen Euro belegt. Diese Entscheide ermöglichen es nun vielen Geschädigten, ihre Anzahlungen zurückzufordern. Lyoness wurde inzwischen in zahlreichen Fällen in Österreich und in der Schweiz verurteilt, diese Einkaufssummen, Anzahlungen oder «Gutscheine für künftige Einkäufe» (im Erfinden neuer Begriffe für das immer selbe Produkt ist Lyoness bekannt) zurückzuzahlen. Und weitere Klagen laufen. Da nützt es dem «Rabatthändler» nicht viel, dass er die Namen seiner Rabattkarte zuerst auf Cashback Lyconet und dann auf Cashback MyWorld geändert hat.

Erhellend sind einzelne Begründungen des Kreisgerichts Werdenberg-Sarganserland. So hält es im Entscheid vom 4. Juni 2019 fest: «Der wirtschaftliche Endeffekt ist stets so, dass der Löwenanteil der einbezahlten Gelder bei Lyoness verbleibt und als Ertrag verbucht werden kann.» Typisch für diese Finanzprodukte sei es, dass sie «weder vollständig noch teilweise bar zurückbezahlt werden.» Die mVoucher, so der heutige Name der «Gutscheine für künftige Einkäufe» dürfen nämlich nicht verkauft, sondern nur verschenkt werden und selbst dies nur an die Kunden eines Lyconet-Marketers.

Dazu kommt, dass mVoucher im Falle einer Beendigung der Teilnahme am «Cashback World Programm» (dies ein weiterer neuer Begriff für das Rabattkarten-System) entschädigungslos verfallen, wie der Wiener Ben Ecker festhält. Der Journalist hat sich auf undurchsichtige Geschäftsmodelle spezialisiert. Er verfolgt unter anderem die Machenschaften im Lyoness-Imperium seit Jahren kritisch und verbreitet seine Erkenntnisse im Internet. Inzwischen habe Lyoness/MyWorld ihre Anwerbe-Tätigkeit vermehrt in die sozialen Medien wie etwa Instagram verlegt. Dabei fokussiere man auf junge Erwachsene, die sich teilweise heillos verschulden, um sich «hinaufkaufen» zu können, schreibt Ben Ecker auf seiner Internetseite www.benecker.com.

Plätze tauschen an der Spitze

Zum Geschäftsmodell von Lyoness gehört auch, dass die Personen an der Spitze der verschiedenen Gesellschaften der Holding von Zeit zu Zeit ihre Plätze tauschen. Neuerdings ist gemäss Schweizerischem Handelsamtsblatt der Brite Christopher Thomas neuer Verwaltungsratspräsident der Lyoness Europe AG und ihrer Schwesterfirma Lyoness International AG. Dieses Jahr hat Lyoness zudem die beiden gemeinnützigen Gesellschaften Lyoness Child and Family Found und Lyoness Greenfinity Stiftung, beide bisher mit Sitz in Buchs, nach Graz verschoben, wo Lyoness seit der Gründung im Jahre 2003 seinen operativen Sitz hat. Kritiker sehen in diesen Stiftungen, deren Geldflüsse unklar seien, ein fragwürdiges Image-Instrument.

BECM Inc. zahlt Lyoness-Geschädigte aus!

BE Conflict Management Inc. hat zwischenzeitlich (Stand 20.08.2019) an Lyoness-Geschädigte nach Australien 311.346,91 AUD, nach England/Nordirland 47.234,08 GBP, Irland 37.837,19 €, Südafrika 242.786,07 ZAR an Lyoness/Lyconet/myWorld-Geschädigte usw. ausbezahlt. Deutsche Geschädigte werden aufgrund der aktuellen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln noch nicht veröffentlicht.

Die BE Conflict Management Inc., eingetragen in das Handelsregister unter P19000039786, ist international tätig, um die Schäden, die durch das Schneeballsystem Lyoness weltweit verursacht wurden, aufzuarbeiten. Überraschend viele Geschädigte aus den USA melden sich bei uns, die Versprechungen und die prognostizierten Umsätze der myWorld-Gruppe realisierten sich nicht. Auch sei der Markt in den USA viel zu dünn. Es gehe in erster Linie um das Anwerben neuer zahlender Mitglieder.

Aktuell liegen uns offene Forderungen gegen das Lyoness-Schneeballsystem von umgerechnet ca. 6,5 Mio. € vor.

Danke für die vielen Dankschreiben und Videobotschaften, für die wir eine gesonderte Rubrik einrichten werden.  

Motorsport-Magazin „SPEEDWEEK“ zu dem Firmenversteckspiel bei myWorld/Lyoness!

Auch wenn myWorld/Eyetime/Lyoness/Lyconet etc. sich regelmäßig umbenennt und unter neuem Namen firmiert, bleibt das Produkt mit veränderten oder ergänzten Vertragswerken gleich.

„Speedweek“ war ursprünglich eine wöchentlich erscheinende Motorsport-Zeitschrift und wurde 2008 auf ein reines Online-Medium umgestellt, das unter anderem eine über 70 Rennserien umfassende Datenbank enthält.

Bereits im August 2016 erschien zu Lyoness ein Artikel „http://www.speedweek.com/motogp/news/96433/Lyoness-e28093-ein-undurchsichtiger-neuer-Dorna-Partner.html / Lyoness – ein undurchsichtiger neuer Dorna-Partner“

Durchsichtiger oder transparenter ist Lyoness mit myWorld/Eyetime etc. seither nicht geworden. Im Gegenteil!

Der Artikel von Oliver Feldtweg bei SPEEDWEEK vom 16.08.2019 bringt es auf den Punkt! 

Beim GP von Österreich machten wir wieder Bekanntschaft mit einem neuen «naming rights»-Sponsor der Dorna, denn die Firma «myworld» oder «myWorldsolutions» kaufte die Namensrechte für den Motorrad-Grand Prix in der Steiermark. Was dieses Unternehmen konkret produziert, leistet, anbietet oder verkauft, lässt sich nur mit viel Phantasie erahnen.

Hinter dem Firmennamen stecken dieselben Zeitgenossen wie einst hinter der Firma Lyoness, die beim GP in Spielberg 2016 Bannerwerbung kaufte. 2017 erwarb «MotoGP cashback» die Namensrechte für den Österreich-GP, 2018 «eyetime», in diesem Jahr ist «myworld» an der Reihe.

Wer hinter die Kulissen dieses illustren Geschäftsmodells blicken will, findet eine undurchsichtige Art einer Einkaufsgemeinschaft. Die Mitglieder bekommen pro Transaktion 3 oder 5 Prozent «cashback», solange genug neue Mitglieder geworben werden. Kritiker sprechen von einerm Schnellballsystem.

In manchen europäischen Ländern wie in der Schweiz gab es Gerichtsverfahren, es ist von einer diffusen Firmenkonstruktion die Rede. Die Visitenkarten der Topmitarbeiter weisen recht unterschiedliche Geschäftsadressen in unterschiedlichen Ländern auf. Der Chief Executive Officer (CEO) ist bei allen Firmen von Lyoness über eyetime bis myworld überraschenderweise identisch – es handelt sich um Hubert Freidl. Er hat die Lyoness International AG 2003 in Buchs/Schweiz gegründet. Das operative Geschäft wird in erster Linie aus Österreich betrieben. 2018 hat eine Umbenennung zu myworld stattgefunden.

2016 teilte Lyoness mit, man sei weltweit in 47 Ländern tätig und zähle über 130.000 Partnerunternehmen, 13 Millionen Kundenund 250.000 Akzeptanzstellen auf der ganzen Welt. Überprüfen lassen sich diese Angaben alle nicht.

Das intransparente Geschäftsmodell führte jedoch zu zahlreichen Klagen und Ermittlungen gegen das Unternehmen. In Norwegen wurde Lyoness bzw. Cashback verboten, da es als «illegales Pyramidenspiel» eingeschätzt wurde. Auch in Italien hat die Antitrust-Behörde festgestellt, dass es sich bei Lyoness um ein Pyramidenspiel handle; das Unternehmen wurde zu einer Strafe von 3,2 Mio. Euro verurteilt.

In Österreich kam es 2011 zu einem Verfahren, es gab auch in diesem Zusammenhang den Vorwurf von «finanziellen Malversationen» in Form eines «illegalen Gewinnerwartungssystems» beziehungsweise eines «pyramidenartig aufgebauten Schneeballsystems», doch das Verfahren wurde eingestellt. Lyoness bezeichnete sein Geschäftsmodell als Dienstleistungsunternehmen.

Auf Anfrage der Austria Presse Agentur erklärte das von Hubert Freidl gegründete Unternehmen, dass die myWorld Solutions ihr «Know-how verschiedensten internationalen Unternehmen und Organisationen» zur Verfügung stelle. Man biete Lösungen in den Bereichen Produktentwicklung, Projektmanagement, IT, Marketing, PR und Kommunikation sowie Fan- und Kundenbindung.

Als GP-Namenssponsor in der Steiermark hat myworld für den Motorrad-GP 2019 auch Tickets für eine ganze Tribüne mit ca. 3000 Sitzen in der Zielkurve gekauft, sie war aber meist dünn besiedelt.

Schon vor einem Jahr wunderten sich die Marketing-Spezialisten der Dorna über die verwunderlich geringe Anzahl von VIP-Gästen des GP-Sponsors.
Aber die Rechnungen werden von diesen Cashback-Firmen mit den wechselnden Namen pünktlich bezahlt. Auch in der Formel 1 war diese ominöse Einkaufsgemeinschaft schon GP-Namenssponsor in Spielberg. Auch bei dieser Gelegenheit trat die Cashback-Firma nicht sehr pompös auf, sie stellte nur ein aufblasbares Zelt und zwei Roll-Ups auf. So ein Auftritt sei eines Formel-1-Titelsponsors unwürdig, war zu hören. Denn so ein Deal kostet ca. 2,5 Millionen.

Aber «myworld» ist auch Jahrespartner der Red Bull-Ring-Rennstrecke in der Steiermark. Es ist zwar keine umtriebige Marketingmannschaft zu erkennen, die Hintergründe des Geschäftsmodells bleiben undurchsichtig. «Myworld» lässt sich aber die Promotion des Firmennamens eine irrsinnige Stange Geld kosten.

Lyoness-Präsident Daniel Gergics behauptet „Verkäufe zu pushen ist ein Fehler“

Aktuell bei Behindmlm (14.08.2019) zu lesen: Ein Top-Vertriebler von Lyoness, der behauptet, über 2 Millionen Mitglieder unter sich zu haben, hat zugegeben: „sich auf das Shopping zu konzentrieren, ist ein Fehler“.

Daniel Gergics ist ein ungarischer Lyoness-Vertriebler. 2014 wurde er Teil des Lyoness „Presidents Club“. Laut Gergics hat ihm seine Lyoness-Karriere über 1 Million britische Pfund eingebracht. Kürzlich bin ich auf ein undatiertes Video gestoßen, in dem Gergics offensichtlich sein Lyoness-Team anspricht. In der geschnittenen Version des Videos befindet Gergics die Fokussierung der Lyoness-Vertriebler auf das Shopping für einen Fehler.

Auszug: Kürzlich habe ich bei einem meiner Teams, das auch Teil dieser Gruppe ist, zufällig festgestellt, dass diese zu sehr den Shopping-Aspekt und den Aspekt des Sparens (bei Lyoness) strapazieren. Unser Business, wenn wir von dem Business sprechen, dreht sich nicht ums Geld sparen, es geht ums Geld verdienen.

Und wenn ihr an die Leute herantretet und ihnen erzählt, „Oh, du kannst ein paar Dollar hier und dort sparen“, werden sie euch unterbrechen und nicht interessiert sein.

Lyoness‘ MLM-Geschäftsmodell sieht so aus, dass sich hinter dem Cashback-Shopping ein Investitionsschema verbirgt. Wie bei allen Schneeballsystemen, braucht Lyoness einen ununterbrochenen Strom neuer Investoren um zu überleben.

Cashback Ersparnisse sind nichts anderes als „ein Fuß in der Tür“ für das Anlocken neuer Investoren. Wenn diese Shopper nicht zu Investoren werden, war es Zeitverschwendung – was Gergics, ohne den Investment-Aspekt des Geschäftsmodells direkt zu erwähnen, anspricht. Dass ein Top-Vertriebler zugibt, dass der Shopping-Teil von Lyoness irrelevant ist, ist überraschend, jedoch nicht beispiellos.

BehindMLM ertappte bereits Lyoness-Gründer und CEO Herbert Freidl im Jahr 2013 dabei, wie er das Shopping abtat. Unser letztes Update Anfang 2018 hat enthüllt, dass sich nicht viel verändert hat. In diesem Video instruiert Gergics sein Team weiters dahingehend, den Unternehmensnamen Lyoness bei ihren Marketingbemühungen zu vermeiden.

Auszug: Noch etwas, das ich in den letzten… seit Jänner, würde ich sagen, gelernt habe, ich habe den Namen dieser Events von Lyconet Days auf President Freedom Day geändert. Warum habe ich das getan? Weil ich diese Marke „President Freedom“ kreiert habe… weil diese Marke überhaupt keinen Ruf hat.

Was eine gute Sache ist. Also keine negative Berichterstattung im Internet.

Aber wenn ihr einem eurer Freunde erzählt, „Komm hin, das nennt sich Lyconet Day“ und die Person googelt es oder googelt es vor dem Meeting, und äh, er kommt dann nicht zu der Veranstaltung, er cancelt sie, weil er den Scheiß glaubt, der auf Google behauptet wird.

Wir sind nicht ganz sicher, von welchem „Scheiß“ Gregics spricht. Aber falls er sich auf die jüngsten Events bezieht, geht es wahrscheinlich darum, dass Italien den Investment-Teil von Lyoness verboten hat und das Unternehmen zu einer Strafe von 3,2 Millionen Euro verurteilt hat.

Aber auch in diesem Fall – und es steht Ihnen frei, dies selbst zu verifizieren – sieht eine Google-Suche nach Lyconet ziemlich geschönt aus, soweit wir das sehen können.

Die ersten Seiten bei einer Suche nach „Lyconet“ fördern vorwiegend Marketingmaterial und Informationen vom Unternehmen selbst zu Tage.

Unser nicht gerade schmeichelhafter Bericht über Lyconet ist auf Seite eins, aber eine sachliche Zusammenfassung über Lyoness‘ betrügerisches Businessmodell ist doch sicherlich nicht das, worauf sich Gergics bezieht?

In jedem Fall, auch wenn es so wäre, Gergics spricht weniger die Bedenken an, die potentielle Marken wegen Lyoness‘ betrügerischem Geschäftsmodell haben könnten, sondern rät zu weiterer Irreführung.

Auszug: Aber wenn wir es „President Freedom Day“ nennen, der euch ein Tool gibt, euch eine Möglichkeit gibt, ein anderes Leben zu leben, wissen die Leute nicht, worum es genau geht.

Um zusammenzufassen, wie ein gefeierter Lyoness-Vertriebler seine Geschäfte führt: verschwendet nicht eure Zeit damit, das Shopping zu promoten und blendet die Leute so, dass Sie zu euren Events kommen.

Nach dem Zusammenbruch von Lyoness in Italien, lassen neueste Marketingvideos anklingen, dass Gergics jetzt Indien im Visier hat.

Auf einem seiner „President Freedom“ Social Media-Accounts behauptet Gergics „tausenden von Leuten geholfen“ zu haben.

Staatsanwaltschaft Köln (Az. 115 Js 424/19) setzt beim Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen GF Guido van Rüth der Lyoness Deutschland GmbH neu an!

Das zunächst eingestellte Verfahren (Az. 115 Js 915/16) wurde mit Schreiben vom 12.07.2019  wieder aufgenommen und ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen § 16 UWG (sog. Schneeballsystem) eingeleitet (Az. 115 Js 424/19). Der beschuldige GF Guido van Rüth wurde am 21. Juni 2019 als Geschäftsführer der mWGmy World Germany GmbH vom Mutterunternehmen entfernt.

Im Schreiben der Staatsanwaltschaft wird mitgeteilt:

„Sehr geehrter Herr Ecker,

es wird mitgeteilt, dass aufgrund Ihres Schreibens vom 13.05.2019 ein neues Verfahren gegen den Beschuldigten von Rüth wegen eines Verstoßes gegen § 16 UWG (sog. Schneeballsystem) im Zusammenhang mit den AGB von Lyconet aus dem Jahr 2014 eingeleitet wurde und unter dem Aktenzeichen 115 Js 424/19 bearbeitet wird. Im Hinblick auf Ihr übriges Beschwerdevorbringen habe ich den Vorgang dem Generalstaatsanwalt in Köln zur Entscheidung vorgelegt.“

Siehe Mitteilung der Staatsanwaltschaft im Original: Staatsanwaltschaft Köln 12.08.19 1

Mit einem 17-seitigen Schreiben vom 13.05.2019 legte Bernhard Ecker schriftliche Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens ein. Die bis dahin offensichtlich nicht näher untersuchten Anhaltspunkte und Fakten zu Lyoness wurden ausführlich dargelegt und begründet.

Insbesondere wurde auf die Tatsache hingewiesen, dass es nicht der Wahrheit entspricht, dass, wie von Lyoness gegenüber der Staatsanwaltschaft behauptet, gewisse Geschäftspraktiken nicht mehr praktiziert würden. Denn von einer Einstellung der Geschäftspraktiken kann nicht die Rede sein. Diese wurden lediglich noch intransparenter und verwirrender verfasst.

Unter Punkt 8 in der Beschwerde vom 13.05.2019 wird hierzu u. a. erläutert:

Keine Einstellung der Geschäftspraktiken

Die in Rede stehende Geschäftspraktik wurde nicht eingestellt, sondern wird nur mit einer noch undurchsichtigeren Konstruktion fortgesetzt.

Im Vergleich zum bisherigen „Anzahlungssystem“ hat sich de facto nichts verändert, sondern im Prinzip wurde nur das Wording geändert. Bis November 2014 bezeichnete Lyoness ihre Investments als „Anzahlung auf Gutscheine“, bei denen Mitglieder grundsätzlich nur dann einigermaßen nennenswerte Gewinne erzielen konnten, wenn sie neue Kapitalgeber anwarben. Als dann die WKStA gegen Lyoness wegen verbotenen Pyramidenspiels nach § 168a StGB und des schweren gewerbsmäßigen Betruges ermittelte und die ersten Zivilurteile sie zur Rückzahlung verpflichteten, hat sie im November 2014 neue AGB verfasst und benannte ihren Vertrieb von Lyoness in Lyconet um, weil der Begriff Lyoness vor allem in den Medien bereits äußert negativ attribuiert war. Die Umstellung auf die neuen AGB wurde erzwungen, indem die bestehenden Mitglieder in ihr Online-Mitgliedskonto nur einsteigen konnten, wenn sie die neuen AGB akzeptierten. Mittlerweile ist aber auch Lyconet in Verruf geraten, sodass „Cashback World“ der Begriff der Wahl wurde.

Wir begrüßen die gut angesetzten und erneuten Ermittlungsmaßnahmen sowie die Weitergabe weiterer entscheidender Punkte an die Generalstaatsanwaltschaft.

Lyoness-Geschädigten in Deutschland raten wir an, sich direkt an die Staatsanwaltschaft Köln unter dem Aktenzeichen 115 Js 424/19 zu wenden und eventuelle Rückforderungen an Lyoness gut dokumentiert einzureichen.

Schweizer Urteil vom 04. Juni 2019 hier komplett! Lyoness-Chefsyndikus Dr. Hubert Reif bittet um Ergänzung zum Artikel!

Wir verstehen die große Besorgnis von Lyoness, da die ohnehin schon international verheerende Reputation von Lyoness mit diesem ausführlich begründeten Schweizer Urteil als Schneeballsystem in das Bodenlose sackt.

So verwundert es nicht wirklich, dass der Lyoness-Chefsyndikus und alleinige Aktionär der Lyconet International AG, Dr. Hubert Reif, schriftlich an die BECM Inc. herangetreten ist und „eingeladen“ hat, bei unserem Artikel „Neues Schweizer Urteil vom 04. Juni 2019! Ein juristisches Desaster für Lyoness!“ darauf hinzuweisen, dass es sich bei diesem Urteil um ein „noch“ nicht rechtskräftiges Urteil handle.

Dieser „Einladung“ kommen wir gerne nach, da in unserem Artikel eine rechtskräftige Verurteilung weder behauptet noch veröffentlicht wurde. Lediglich die Vollstreckbarkeit des Urteiles wurde wiedergegeben und dies ist dem Urteil aus Seite 26 zu entnehmen.    

In der gängigen Rechtsmittelbelehrung wird auf die gängige 30-tägige Beschwerdefrist hingewiesen, die Lyoness bisher zwar stets bei erstinstanzlichen Verurteilungen als Schneeballsystem einlegt, aber aktuell noch nie gewonnen hat. In erster Linie geht es ohnehin nur um das Hinauszögern des Unausweichlichen, nämlich der erneuten rechtskräftigen Verurteilung als Schneeballsystem. Vielleicht sind die Lyoness-Verantwortlichen einmal in der Lage und legen aktuelle Gerichtsurteile vor, in denen Lyoness von den Geschäftspraktiken eines Schneeballsystems freigesprochen wurde? Von in Auftrag gegebenen und bezahlten Gutachten, wie gehabt, bitten wir, Abstand zu nehmen.

Uns liegen hingegen seitenweise Aktenzeichen und Geschäftsnummern mit rechtskräftigen Verurteilungen vor, ohne die Beschlüsse der norwegischen und italienischen Behörden einbeziehen zu müssen.

Dr. Hubert Reif täte auch gut daran, seinen Mandanten und Schweizer Marketer Eduard (oder wie er sich selbst nennt) „Ede“ Buser Einhalt zu gebieten. Dieser behauptet auf seiner Website: ( Ede Buser Unsinn  , bitte roten Pfeil beachten!) 

„Wo steht bitte im Entscheid, das wir ILLegal sind oder ein Pyramidensystem oder ein Schneeballsystem“ (Rechtschreibung so von der Website von „Ede Buser“ übernommen).

Hierzu postet Ede Buser, was an Unvermögen kaum zu überbieten ist, auch noch die letzte Seite des Urteiles vom 04. Juni 2019. Aber überzeugen Sie sich selbst: (Urteil Schweiz 04.06.2019 )

Der Wert von Publikationen eines Ede Busers spiegelt sich auch bei seinen angeblichen Recherchen zur BECM Inc. wieder. Die vielgerühmte „Schweizer Präzision“ scheint einem Ede Buser nicht innezuwohnen. Das Unternehmen BECM Inc. ist ordnungsgemäß eingetragen, nur ein Ede Buser will es nicht finden.  

Dr. Hubert Reif täte gut daran, seinen außer Kontrolle geratenen „führenden Schweizer Marketer Ede Buser“ an die Leine zu legen, er schadet mit seinen unkontrollierten und realitätsfremden Veröffentlichungen dem ohnehin bereits angeschlagenen Schneeballsystem Lyoness.   

Inzwischen hat Ede Buser den Versuch einen Widerspruch eingereicht, über die am 13.09.2019 entschieden werden wird. Wir sehen diesen Versuch gelassen entgegen, da er nichts von seinen Behauptungen belegen und transparent darlegen kann.

Neues Schweizer Urteil von 04. Juni 2019! Juristisches Desaster für Lyoness!

Vorab der beste Satz im aktuellen Schweizer Urteil (Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland, Aktenzeichen: VV.2018.82-WS1ZE-HWI). Das Urteil ist vollstreckbar.

„Die Intransparenz des Geschäftsmodells der Beklagten (Lyoness) bedeutet nicht die Nicht-Erkennbarkeit der Unlauterkeit desselben. Das unlautere Schneeballsystem ist in diesem Sinne transparent“ oder kurz gesagt „Das einzig transparente bei Lyoness ist das Schneeballsystem!“

Bereits im Verhandlungsprotokoll (liegt vor) von 04.06.2019 hatte der Schweizer Lyoness-Anwalt Adrian Bieri protokollieren lassen, “Es kommt hinzu, dass der……… Vorwurf des Klägers, Lyoness betreibe ein Schneeballsystem, im Falle einer Gutheißung der Klage verheerende Folgen für die Reputation von Lyoness haben würde.“

Das Gericht hat es mit Urteil vom 04. Juni 2019 gutgeheißen und sich von dem weinerlichen Einwand des Anwaltes nicht blenden lassen. Es entschied auch in diesem Fall für den Kläger und hat ihm einen fünfstelligen CHF-Betrag zugestanden. Außerdem wird erneut klargestellt, Lyoness ist ein Schneeballsystem.

Die weltweite Reputation von Lyoness ist ohnehin schon so „verheerend“, um es mit den Worten vom Lyoness-Anwalt auszudrücken, dass dieses Urteil kaum noch ins Gewicht fallen dürfte. Das Blendwerk mit dem erkauften Sportsponsoring funktioniert ohnehin nur bei den Menschen, für die der Strom einfach nur aus der Steckdose kommt. 

Der Kläger hatte sich als Privatperson und mit seinem Unternehmen bei Lyconet registriert und die neuen AGB und die Lyconet-Vereinbarung inkl. Compensation Plan akzeptiert. Die vollmundig angekündigte Partizipation an dem weltweiten Händlernetz entpuppte sich auch hier als reine „Lyoness-Propaganda“. 

Es zeigt aber auch die weltweit wachsende Unzufriedenheit und Enttäuschung der KMU/SMEs. Sobald sich die von Lyoness/Lyconet prognostizierten Umsätze nicht einstellen und Rückfragen diesbezüglich aufkommen, kehrt im Weltunternehmen Lyoness schnell „Funkstille“ gegenüber seinen Mitgliedern ein. Sobald jedoch wieder eine neue „Füll-die-Lyonesskassen-Idee“ der Kreativitätsabteilung ausgeheckt wurde, stürzen sich sofort Lyconet-Marketer auf die KMU/SMEs im bewährten Unternehmen-Wording „..jetzt geht alles durch die Decke“ „wer jetzt nicht dabei ist, verpasst die Chance seines Lebens“ usw. Dabei werden die KMU/SMEs ständig mit erweiterten AGB und zusätzlichen Vereinbarungen weiter in ein undurchsichtiges und intransparentes Vertragsgeflecht verstrickt. Das sehen neben den zahlreichen österreichischen Gerichten, den norwegischen und italienischen Behörden, einmal mehr auch die Schweizer Gerichte so.

So hält das Gericht im Urteil vom 04. Juni 2019 u.a. fest: (Hinweis: Wir ergänzen bei den Auszügen aus dem 26-seitigen Urteilstext bei „Beklagten“ den Firmennamen „Lyoness“, damit selbst der Schweizer selbsternannte „Lyconet-Chef-Marketer“ Ede Buser es versteht! Wie er dieses Urteil auf seiner Fakeseite www.lyconet-basel.ch gegenüber seinen Jüngern interpretiert, dürfte interessant werden.)

…….Unlauter und widerrechtlich ist gemäß Art. 2 UWG jedes täuschende oder in anderer Weise gegen den Grundsatz von Treu und Glauben verstossende Verhalten oder Geschäftsgebaren, welches das Verhältnis zwischen Mitbewerbern oder zwischen Anbietern und Abnehmern beeinflusst. Gemäß Art. 3 Abs. 1 lit. r UWG handelt insbesondere derjenige unlauter, der jemandem die Lieferung von Waren, die Ausrichtung von Prämien oder andere Leistungen zu Bedingungen in Aussicht stellt, die für diesen hauptsächlich durch die Anwerbung weiterer Personen einen Vorteil bedeuten und weniger durch den Verkauf oder Verbrauch von Waren oder Leistungen (Schneeball-, Lawinen- oder Pyramidensystem)……….

Weiter stellt das Gericht ab Seite 15 u. a. fest:

……..Trotz der theoretischen Zweiteilung und den zumeist verwirrenden Angaben in den AGB und ZAGB, hängt die wirtschaftlich maßgebliche Vergütung eines Mitglieds jedoch fast ausschließlich von den Beiträgen neuer Mitglieder im System der Beklagten (Lyoness) ab…….

………Es findet mithin eine Umverteilung von der Pyramidenbasis an die Spitze statt. Veranschaulicht wird dies durch die Vergütungsstruktur des Geschäftsmodells, welche sich wirtschaftlich fast ausschließlich in der Lifeline eines Mitglieds erschöpft. Die Lifeline eines Mitglieds besteht aus den von ihm neu akquirierten Mitglieder (2. Ebene) und den von diesen neu geworbenen Mitgliedern (3.Ebene)…….

……Nach der dritten Ebene ziehen die AGB und ZAGB eine künstliche Barriere und versuchen auf diese Weise die dem Geschäftsmodell inhärente Pyramidenstruktur zu verschleiern bzw. zu verkürzen. So steht in den AGB geschrieben, dass für andere indirekt angeworbene Mitglieder kein Freundschaftsbonus anfällt. Mit den „anderen indirekt angeworbenen Mitgliedern“ sind die von den indirekt angeworbenen Mitgliedern akquirierten Mitglieder, die von diesen geworbenen Mitgliedern und so weiter gemeint. Mit anderen Worten erhält das Mitglied keine Vergütung für Beiträge der Mitglieder ab der theoretisch 4. Ebene seiner Lifeline………

……..Die von den Mitgliedern erwirtschafteten erweiterten Mitgliedvorteile werden von der Beklagten (Lyoness) nicht an die Mitglieder ausbezahlt, sondern können nur innerhalb des Systems der Beklagten (Lyoness) verwendet werden, indem diese zu sog. Einheiten umgewandelt und danach in Form von Gutscheinen zu Einkäufen bei Partnerunternehmen benutzt werden können. Werden die Gutscheine zu Einkäufen bei Partnerunternehmen benutzt, bewirkt dies wiederrum die Vergütung der oberen Ebenen des die Einkäufe tätigenden Mitglieds. Die Systemgebundenheit der Leistungen der Beklagten (Lyoness) bewirkt die Auflösung der künstlichen Barriere zwischen der dritten und der vierten Ebene und ermöglicht den Geldfluss der Basis an die Spitze.

……..Lediglich der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass alle neu geworbenen Mitglieder mit der Beklagten (Lyoness) bzw. dem Initiator des Systems kontrahieren, was das System der Beklagten (Lyoness) zu einem Schneeballsystem i.e.S. macht. Zusammengefasst läßt sich somit festhalten, dass die erste Tatbestandvoraussetzung von Art. 3 Abs. 1 lit r UWG erfüllt ist………

………Die Intransparenz des Geschäftsmodells oder dessen Vergütungsstruktur ist ein weiterer Hinweis für das Vorliegen eines unlauteren Schneeballsystems i.S.v. Art. 3 Abs. 1 lit. R. UWG. Sowohl das Geschäftsmodell der Beklagten (Lyoness) als auch dessen Vergütungsstruktur sind intransparent. Die Intransparenz betrifft dabei nicht nur einzelne Komponenten, sondern vielmehr auch deren Gesamtstruktur bzw. wirtschaftlichen Zusammenspiel………

…….Zusammengefasst handelt es sich beim Geschäftsmodell der Beklagten (Lyoness) um eine unlauteres Schneeball-, Lawinen- oder Pyramidensystem i.S.v. Art. 3 Abs. 1 lit. R UWG…….

………Auf der Grundlage eines unlauteren Schneeballsystems geschlossene Verträge sind sittenwidrig……..

………Unlauter ist das Geschäftsmodell als Ganzes…….

Anmerkung: Vergleicht man all die vorangegangen Urteile, ist festzustellen, dass die Urteile immer konkreter und die angeblich verbesserten bzw. angepassten AGB und ZAGB, mit denen Lyoness versucht, dem entgegenzuwirken, lediglich Zeit verschaffen. Gegen dieses Urteil besteht die Möglichkeit der Beschwerde.   

Es geht vor Gericht! Schweizer myWorld/Lyconet-Marketer und Website-Betreiber Ede Buser und seine hilflosen Maßnahmen!

Der Schweizer Lyconet-Marketer Ede Buser, auch bekannt als großer Kritiker der BE Konfliktmanagement und Ben Ecker, ließ auf seiner Website ( https://lyconet-basel.ch/infos/tatsachen/ ) keine Gelegenheit aus, die Arbeit der BE Konfliktmanagement oder meine Person zu verunglimpfen, der Verbreitung von Fake-News zu bezichtigen und veröffentlichte hierzu eine ganze Reihe von falschen Behauptungen.

Mit typischer myWorld/Lyoness/Lyconet-Arroganz ist Ede Buser dem Urteil nicht nachgekommen und versucht nun mit hilflosen Maßnahmen sich etwas Zeit zu verschaffen, indem unsinnige und wüsste Gegenbehauptungen aufgestellt werden. Hierzu ist nun am 14.09.2019 eine Verhandlung am HG Wien angesetzt, worauf wir uns sehr freuen.

Wie Jef Rowlison und Chris Thomson hat auch Ede Buser Seminare abgehalten und seine Lyconet-Anhänger mit falschen Behauptungen über meine Person oder die BE Konfliktmanagement in Investitionslaune gehalten. Die rechtskräftigen Verurteilungen als Schneeballsystem in Österreich und der Schweiz, sowie das Verbot in Norwegen wurden bei Nachfragen als „erledigt erklärt“, „unwichtig“ oder als „bezahlte falsche Behauptungen der Konkurrenz“ dargestellt.

Obwohl Herr Buser von uns aufgefordert wurde, seine falschen Behauptungen von seiner Website zu entfernen bzw. Sachverhalte korrekt wiederzugeben, kam er dieser Aufforderung nicht nach, worauf die BECM Inc. Klage auf Unterlassung, Widerruf und Veröffentlichung des Widerrufs, Schadenersatz sowie auf Entschädigung nach dem Mediengesetz eingereicht hatte.

In diesen Klagepunkten wurde er nun vollumfänglich vom Gericht schuldig gesprochen und zu einer Wiedergutmachung verurteilt.

Mit Urteil vom 13. Juli 2019 beim Handelsgericht Wien unter Az. 11 Cg 36/19k wurde er schuldig erkannt und verurteilt: (Auszug aus dem Urteil)

„Der Beklagte (Herr Ede Buser)

  1. ist bei sonstiger Exekution schuldig, die Behauptung, der Kläger handle zu seinen Gunsten aus handfesten wirtschaftlichen Hintergründen, schicke anonyme Post an Lyoness Partnerunternehmen bzw. Lyoness Händler und rufe diese illegalerweise an, versende an jedes neue Partnerunternehmen Unwahrheiten und verschleiere bewusst und gezielt Tatsachen, und verbreite Fake News und versuche so die Händler zu verunsichern, als unwahr zu widerrufen und diesen Widerruf auf seiner Website unter der Adresse https://lyconet-basel.ch/infos/tatsachen/ zu veröffentlichen.
  2. Der Beklagte ist bei sonstiger Exekution gegenüber der klagenden Partei schuldig, die Behauptung und/oder Verbreitung der Äußerungen, der Kläger handle zu seinen Gunsten aus handfesten wirtschaftlichen Hintergründen, schicke anonyme Post an Lyoness Partnerunternehmen bzw. Lyoness Händler und rufe diese illegalerweise an, versende an jedes neue Partnerunternehmen Unwahrheiten und verschleiere bewusst und gezielt Tatsachen, und verbreite Fake News und versuche so die Händler zu verunsichern und/oder damit sinngleiche Äußerungen zu unterlassen.
  3. Die beklagte Partei ist verpflichtet, binnen 2 Wochen den stattgebenden Teil des Urteilsspruches (ohne den Kostenzuspruch) auf eigene Kosten auf der Startseite der Website www.lyconet-basel.ch oder einer allfälligen Nachfolge-Internetadresse für die Dauer von 30 Tagen zu veröffentlichen, und zwar mit Fettdruckumrandung mit den Worten „Im Namen der Republik“ in fett geschriebener und zwischen 20 und 24 Punkt großer Überschrift unter Nennung des Aktenzeichens und des Entscheidungsdatums mit mindestens 16 Punkt großer Schrift, sowie die Namen der Prozessparteien sowie deren Vertreter fett und gesperrt, in Schriftgröße Punkt 12 in der Mindestgröße einer 2/3 Bildschirmseite.
  4. Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei binnen 14 Tagen EUR 3.000 samt 4 % Zinsen ab 03.05.2019 zu zahlen.
  5. Es wird zwischen der klagenden Partei und der beklagten Partei festgestellt, dass die beklagte Partei der klagenden Partei für sämtliche zukünftige Schäden, die sich aus der Behauptung und/oder Verbreitung der Äußerungen laut Punkt 1. des Klagebegehrens ergeben, haftet.
  6. Die beklagte Partei ist weiters schuldig, binnen 14 Tagen bei sonstiger Exekution der klagenden Partei die Verfahrenskosten von € 3.822,62 gemäß § 19a RAO zu Handen des Klagevertreters zu ersetzen.“

Der Realitätsverweigerer Ede Buser hat beratungsresistent gegen das Versäumungsurteil Widerspruch erhoben und nun geht es erneut vor Gericht.


Lukoil-Rabatt! Mit der Cashback-World-Card 1 %, mit Lukoil-Card 6 % !

LUKOIL ist ein russischer Mineralölkonzern und kam 2018 auf einen Börsenwert von rund 60 Mrd. US-Dollar. Doch später mehr dazu.

Immer wieder erhalten wir Berichte darüber, wie nutz- und sinnlos die Cashback-World-Card tatsächlich sei. Kaum Einkaufsläden, die die Karte akzeptieren und magere Rabatte. Zudem sei man meist an überteuerte und namenlose Produkte gebunden, für Sparfüchse sei die Karte nichts.

Der in Lettland lebende Unternehmer Virgis M. wurde mit dem Lyoness Loyalitätsprogramm über einen Freund vertraut gemacht. Es könne für sein Unternehmen durchaus nützlich sein, beteuerte dieser. Virgis selbst gefiel zunächst das Konzept des Network-Marketings.

Nachdem er einige Trainingseinheiten besucht hatte, entschied er sich, am Lyconet Network Marketing Programm teilzunehmen und kaufte das Starterpaket für 350 Euro. Diese 350 Euro wurden ausgegeben, um Einheiten im Rahmen des Lettischen Programm zu kaufen. Er habe zudem sofort die Easy-Shop-Funktion aktiviert, die von 50-150 Euro im Monat kostet. Mit einer monatlichen Zahlung von 50 Euro erhalte er Zugang zu allen Funktionen der Lyconet Partnerprofile.

Diese Geschäftsidee fand er zunächst ausgezeichnet – eine Kundenkarte für alle täglichen Einkäufe. Durch die Verknüpfung der Website und eigenen Facebook-Anzeigen gelang es ihm, Hunderte neue Nutzer unter sich zu bringen. Natürlich habe er auch klassische Network-Marketing-Aktivitäten durchgeführt um diese Geschäftsmöglichkeit auch anderen zu erklären.

„Insgesamt habe ich 19 Einheiten – 4 im Lettischen Balance-Programm und 15 im Balance-Programm anderer Länder. Ich besuchte auch einige Seminare in Italien, Prag etc..,“ außer Spaß und leeren Versprechungen sei aber nicht gewesen, erzählte er kopfschüttelnd weiter.

Virgis versuchte ein Team aufzubauen, hauptsächlich auf der Grundlage der Kartenbenutzer, aber nachdem er mehr als 700 Karten verteilt hatte, erreichte „sein Einkommen“ kaum 10 Euro. Die Personen erklärten ihm, weder in Geschäften, Lokalen oder beim tanken würde es sich lohnen die Cashback-Card einzusetzen, sofern sie überhaupt akzeptiert würde.  

„Es ist eine Tatsache, dass die Menschen in Wirklichkeit diese Karte nicht benutzen. Die Produkte zum Bedarf im alltäglichen Leben, gibt die Karte mangels flächendeckender und etablierter Handelsketten überhaupt nicht her. Die aktivsten Nutzer dieser Karte sind die überzeugten Teilnehmer des Lyconet-Programms, die tägliche ihre Fahrt ändern, nur um diesen 1-2%igen Rückerstattungsbetrag aus dem täglichen Einkauf zu erhalten. Meiner Meinung nach ist die Ersparnis, die diese Karte bietet, einfach zu niedrig“, so der 29-Jährige.

Ein gutes Beispiel wären die Lukoil-Tankstellen (beliebte Tankstellen im ganzen Baltikum), wo Lyoness mit großem Geläut eine Partnerschaft bekannt gab. Mit der eigenen Lukoil-Karte erhalten Kunden 4-6 Cent/Liter Rabatt, bei der Cashback-Card hingegen beträgt der Rabatt gerademal 1% ab 100 Euro Einkauf! Zusätzlich wird der 1%ige Rabattbetrag erst innerhalb eines Monats oder sogar noch längerer Zeit auf das Lyoness-Konto zurückgebucht, mit der Lukoil-Karte werden die 4-6 Cent Rabatte sofort gebucht. Jeder, der mit einer Cashback-Card bei Lukoil-Tankstellen tankt, mache sich lächerlich.

Zuletzt war Virgis auf dem Elite-Seminar in der Veltins-Arena/Gelsenkirchen, er reiste mit vier weiteren „noch“ begeisterten Neu-Marketern an. Zwischenzeitlich hatte er von Verurteilungen als Schneeballsystem und demVerbot in Norwegen gelesen. Gestellte Fragen hierzu wurden beim Elite-Seminar sofort mit harschen Worten heruntergespielt und als „bezahlte Sabotage von Neidern“ abgetan, erklärt er.       

Seine Wahrnehmung, der gesunde Menschenverstand und das Gewissen habe er inzwischen wiedergefunden, erzählt er lachend und erwähnt abschließend „Ich bin mir sicher. Geld kann bei diesen Unternehmen nur dadurch verdient werden, wenn man andere Menschen zu Teilnehmern des Lyconet Network Marketing macht. Wenn du jemals eines der Lyconet-Trainings besucht hast, wirst du definitiv gehört haben, dass du mit diesem Programm auf verschiedenste Arten Geld verdienen kannst. Und in den Seminaren kommt immer der Hinweis, dass „echtes Geld“ nur dann verdient wird, wenn Du so viele Menschen wie möglich rekrutierst.“

Fall Lyoness: Italienische Verbraucher fordern Rückzahlungen in Höhe von zwei Millionen Euro!

Bei der Guardia di Finanza [ital. Finanzpolizei] von Turin, Corsico und Bologna sind die ersten Klagen von Verbrauchern eingegangen, welche die Rückzahlung von Geldbeträgen durch Lyoness fordern. Die Höhe der Gesamtforderung beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro. Bei Lyoness handelt es sich um eine „Shopping Community“, die von der Autorità Garante per la Concorrenza e il Mercato [Agcm – ital. Wettbewerbsbehörde] sanktioniert wurde, weil sie ein gesetzlich verbotenes Schneeballsystem geschaffen hatte, bei dem sich die Gründer der Gemeinschaft mit beträchtlichen Summen bereichert hatten, wohingegen die Neueinsteiger mitunter erhebliche Summen investierten, ohne diese aber wieder reinzuholen oder gar Gewinne einzufahren.

In diesem Fall handelt es sich in Italien um 241 Betrugsopfer, die durch die Kanzlei 3A-Valore vertreten werden und mit der Anzeige ihres Falles eine Sammelklage vor dem Gericht Verona einleiten werden, wo die Gesellschaft Lyoness Italia ihren Rechtssitz führt. Zusammengefasst fordern sie einen Betrag in Höhe von 1,815 Mio. Euro. Im Jahr 2017 erwirtschaftete die Gesellschaft Lyoness Italia einen Umsatz von 53 Mio. Euro.

Im Januar 2019 schlussfolgerte die AGCM nach Abschluss eines Ermittlungsverfahrens, dass „das Förderungssystem, das verwendet wurde, um unter den Verbrauchern ein Cashback-System beim Warenkauf (d. h. mit Rückzahlung eines Prozentsatzes des bei den Vertragshändlern ausgegeben Geldes) zu verbreiten, regelwidrig ist, da es ein Schneeballsystem umfasst, das gemäß dem Codice del Consumo zu den irreführenden Geschäftspraktiken gezählt wird“. Im Zuge dessen verhängte die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM eine Geldstrafe in Höhe von 3,2 Millionen Euro gegen die Gesellschaft. Von den Mitgliedern wurde eine Beitrittsgebühr von 2.400 Euro verlangt, aber was das System wachsen ließ, war die Beteiligung von anderen Verbrauchern, die ihrerseits die Beitrittsgebühr zahlten.

In Turin wurde eine Klage durch einen 25-jährigen Mann eingereicht, der Lyoness im Dezember 2017 beigetreten ist und der zusätzlich zur Beitrittsgebühr jeden Monat 50 Euro zahlte, einen Anteil in Höhe von 1.500 Euro erwarb und anschließend weitere 500 Euro bezahlte, um an einer von der Gesellschaft in Prag organisierten Veranstaltung teilzunehmen, nach welcher er überzeugt worden war, einen weiteren Anteil zu kaufen: Eine Gesamtinvestition „von 7.000 Euro in einem Unternehmen, in das ich auf intransparente Art und Weise und auf der Grundlage von falschen Tatsachen, nie gehaltenen Versprechen und einer Arbeitsmethode hineingezogen wurde, die nicht mit meinen Moralvorstellungen vereinbar ist“, wie er den Finanzbeamten berichtete.

In einer Mitteilung erklärte Lyoness: „Unser Geschäftsmodell sieht vor, dass jeder, der sich kostenlos für das Programm Cashback World anmeldet, für jeden Einkauf, den er bei einem vertraglich gebundenen Händler tätigt, die Rückzahlung eines Teils des bezahlten Preises sowie Bonuspunkte erhalten kann, die weitere Vorteile bringen. Lyoness hat weltweit einige Änderungen umgesetzt, welche die größtmögliche Transparenz gewährleisten und verhindern sollen, dass einige einzelne Marketer irrationale Investitionen tätigen und somit gegen die Weisungen von Lyoness selbst verstoßen, bevor sie nicht zumindest einen angemessenen Teil der durch das System selbst gewährleisteten Gewinne einfahren konnten. Da die Gesellschaft Lyoness der von der Behörde bezogenen Position in keiner Weise zustimmt, insbesondere nicht in Bezug auf das vorgeworfene Schneeballsystem, hat sie Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt, um unsere Ansprüche geltend zu machen und die Unbegründetheit der uns entgegengebrachten Rügen zu belegen“.

Quelle: https://torino.repubblica.it/cronaca/2019/07/03/news/truffa_lyoness_i_consumatori_chiedono_rimborsi_per_due_milioni_di_euro-230221505/?refresh_ce

Anmerkung: Wir haben hier den exakt gleichen Sachstand wie in Norwegen vor ca. zwei Jahren, auch damals hat Lyoness bestritten, ein Schneeballsystem zu betreiben, obwohl es in Österreich und der Schweiz längst rechtskräftig als solches verurteilt war.