Lyconet – Gespräch mit „Premium-Marketer“ in der Hotellobby!

Auf Facebook werben „junge Wilde“ wie Fabian Lehner und Andreas Matuska für ein revolutionäres Geschäftsmodell und posieren in Luxus-Urlaubsdomizilen, mit schicken Autos und gehobenen Lifestyle.

Sie werben in ihrer Altersgruppe und kantigen Weisheitssprüchen mit „Lyoness/Lyconet“ als wäre „das Rad neu erfunden“. Viele zeigen Interesse und sehen ihre Chance auf ein perfektes Leben endlich gefunden zu haben. In Gedanken sehen sie sich bereits in ihrer Luxuskarosse durch Monaco cruisen, auf der Suche nach einem standesgemäßen Domizil.

Hier geht es zum Zeitungsartikel: Artikel Schaffhauser AZ

Ein Schweizer Redakteur des „Schaffhauser Wochenblatt“ hat auf die Präsentation eines „Premium-Marketer“ bei Facebook reagiert und gab vor mitmachen zu wollen. Er traf sich mit dem „Marketer“ in einer Hotellobby um Einblicke in dass «big business» zu erhalten.

Hier sein Bericht:

Markus ist der Kumpeltyp. «Ich schreibe lieber nicht zu viel, sondern rede persönlich mit den Leuten, verstehst du?» Markus duzt ungefragt. So hat man es ihm wohl beigebracht an der Schulung, dort, wo man ihm auch eingetrichtert hat, dass er bald ein reicher Mann sein werde, wenn er nur genug weitere «Premium Marketer» anwerben würde, die bei diesem «visionären Projekt» mitmachen. Einer davon soll ich sein.

Markus wohnt in Flurlingen und heisst in Wirklichkeit anders. Ich wurde über Facebook auf ihn aufmerksam. Ein äus­serst attraktives Geschäft offeriert er hier, ein Einkommen ohne Obergrenze. Wer mitmacht, könne arbeiten, wo er wolle, mit wem er wolle, so viel er wolle. Und das Geld sprudle. Ich schreibe Markus eine Nachricht, wie auch zwei Dutzend andere Facebook-User aus der Region.

Er möchte wissen, was ich beruflich mache (Student), und erklärt dann kurz und euphorisch, worum es geht. Ein Auszug: «Wenn es nun die Möglichkeit gäbe, von all diesen Umsätzen [des weltweiten Konsumgeschäfts] zu profitieren und damit Geld zu verdienen am gesamten Einkauf, dann sollte man diese Chance nutzen. Genau das habe ich getan und jetzt zeige ich anderen Menschen diese Möglichkeit und helfe ihnen das umzusetzen.»

8 Millionen Mitglieder
Ich bin interessiert und treffe Markus einige Tage später in der Lobby eines chicen Hotels. Ein begeisterter, dauergrinsender Mann mittleren Alters, der zu glauben scheint, was er mir in den 45 Minuten erzählt.

Das System, das er umreisst, ist schwer durchschaubar. Laut Wikipedia handelt es sich um eine «länder- und branchenübergreifende Einkaufsgemeinschaft». Dahinter steckt die Firma Lyoness mit Sitz in Buchs, St. Gallen. Das operative Geschäft spielt sich in Österreich ab, tätig ist Lyoness in 47 Ländern. Rund 8 Millionen Mitglieder sind über den ganzen Erdball verstreut. Das System ist etabliert. Gegründet wurde es 2003.

Im Kern funktioniert es folgendermas­sen: Mitglieder erhalten eine personalisierte Karte. Wenn sie damit in einem von zehntausenden Partnershops einkaufen, bekommen sie einen einstelligen Prozentsatz des Kaufpreises rückerstattet. Markus gibt mir eine Karte, die ich noch registrieren muss. Wenn ich nun damit einkaufe, bekomme nicht nur ich selbst Geld rückerstattet, auch Markus bekommt auf meinen Einkauf einen winzigen Prozentsatz gutgeschrieben, da er mich angeworben hat. Er ist «Premium Marketer».

So weit, so gut. Doch das allein sei eigentlich nicht der Rede wert. Es gebe auch die Möglichkeit, «big business» zu machen – als «Premium Marketer».

Was es damit auf sich hat, wird detailliert in einem Film gezeigt, den mir Markus im Anschluss an unser Gespräch zuschickt. Eine halbe Stunde lang erklärt ein adretter, junger Herr, warum Lyoness «Weltgeschichte schreiben» wird. «Premium Marketer» verteilen Karten und bekommen einen winzigen Prozentsatz der getätigten Einkäufe ihres Netzwerks gutgeschrieben. Wenn sie nun aber nicht nur Kunden gewinnen, sondern weitere «Premium Marketer» akquirieren, profitieren sie auch von deren Netzwerk. Irgendwann, so das Versprechen, wird das System zum Selbstläufer. Ohne jegliches Zutun fliesst Geld auf das Konto derer, die ein grosses Netzwerk haben. Eine Grafik (siehe Seite 4) besagt, dass ich damit bis zu 150’000 Euro verdienen kann – monatlich. Quintessenz: «Werde so schnell es geht Premium Marketer!»

Ein Schneeballsystem
Als ich Markus frage, was es ihm nütze, wenn er mich anwerbe, sagt er nach einigem Zögern: «Ich kann ja nicht die ganze Region selbst abgrasen, ich brauche Hilfe.» Ob er an mir verdiene? «Ach, ja, ich glaube ein bisschen, aber keine Ahnung wie viel, vielleicht zweihundert Franken.» Darum gehe es mit Bestimmtheit nicht, und die Vorteile lägen ja sowieso klar auf meiner Seite: «Wenn du von Lyoness weisst und nicht einsteigst, ist es, wie wenn du jeden Tag Geld aus dem Fenster wirfst.»

Doch wie werde ich «Premium Marketer»? Ich kaufe mich ganz einfach ein. Um «big business» zu machen, muss ich 3’600 Franken bezahlen, dann bin ich, wie Markus, mein eigener Chef und bau mein Netzwerk auf. Auf dem Handy zeigt er mir, wie jeweils am Dienstag das Geld reinkommt. SMS bestätigen den Eingang von ein- und zweistelligen Geldbeträgen.

Sucht man im Internet nach Lyoness, stösst man auf weniger Euphorie. Bereits 2013 recherchierte der «Beobachter», dass 99,7 Prozent der ausbezahlten Gelder nicht wie versprochen von den Partnerfirmen stammen, sondern von Einzahlungen von «Premium Marketern». Das System speist sich selbst. Die Neuen bezahlen die Alten. Der «Beobachter» schreibt, dass einige der Leute an der Spitze von Lyoness in der Schweiz einst einen illegalen Schenkkreis betrieben hatten. Die Erfinder hatten abkassiert, irgendwann sei der Kreis kollabiert und die kleinen Leute hätten ihr Geld verloren.

Lyoness selbst wurde von mehreren Dutzend Gerichten in mehreren Ländern rechtskräftig als «unlauteres Schneeballsystem» qualifiziert. In einem wegweisenden Urteil sagte das Obergericht Zug im Februar 2017, ein Schneeballsystem liege vor, sobald in Aussicht gestellt werde, dass die Anwerbung von weiteren Mitgliedern Vorteile bringen könne. Die Verträge, die Lyoness mit ihren Mitgliedern abgeschlossen hätten, so das Gericht, seien nichtig, da sie gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verstossen würden. Erst vor wenigen Monaten wurde die Geschäftstätigkeit in Norwegen von der staatlichen Lotteriebehörde verboten. In diversen Berichten liest man im Internet von einst glühenden Verfechtern des Systems, die ihnen versprochenen Beträge hätten sie nie auch nur ansatzweise erhalten.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco sagt auf Anfrage der «az» vorsichtig, es rate «auf Grund der Intransparenz des Systems von Lyoness zur Vorsicht».

Kein Geld für ein Mineralwasser

Markus kommt in der Hotellobby von selbst auf das Thema Schneeballsystem zu sprechen: «Weisst du, was ein Schneeballsystem ist?» Und dann: «Wir sind keines.» Er erzählt von einem Strafrechtsprofessor, der das belegt habe. Was er nicht sagt: Besagtes Gutachten vom September 2013 wurde von Lyoness selbst in Auftrag gegeben. Lyoness hat jegliche Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Heute heisst Lyoness offiziell anders. Die rechtlichen Probleme hatten eine Reihe von Namensänderungen zur Folge. 2014 wurde aus Lyoness Lyconet. Vor wenigen Wochen wurde auch die Lyoness Group AG aus dem Firmenregister gestrichen. Neu heisst die Firma «mWS myWorld Solutions AG». Das System tritt auch unter dem Namen Cashback auf.

Markus jongliert mit allen vier Namen. Er warnt mich davor, mich selbstständig zu informieren. Das System sei so kompliziert, da sei es einfacher, es werde einem persönlich erklärt. So könne man nachfragen. Der nächste Schritt wäre, dass ich mit ihm zusammen zu einer Präsentation nach Volketswil fahren würde. Die finde zweimal wöchentlich statt und dort treffe ich auch auf weitere Interessierte.
Solche Gespräche, wie er sie gerade mit mir geführt hat, habe er in den vergangenen Monaten mit etwa zehn Menschen aus dem Raum Schaffhausen geführt, sagt Markus. Ich solle mir jetzt Zeit nehmen, aber nicht zu viel, und mich dann wieder bei ihm melden. Nochmals mit Nachdruck: «Das System kann nicht stoppen, es kann nicht verrecken!»

«Leider» hat Markus gerade nur Euro dabei und gibt mir zu verstehen, dass es nach diesem wegweisenden Gespräch angezeigt wäre, dass ich sein Mineralwasser übernehme. Nachdem ich bezahlt habe, fragt er mich unverblümt nach der Rechnung: «Für die Steuern.»

Nach dem Treffen oute ich mich als Journalist und stelle Markus schriftlich einige Fragen. Er antwortet nicht.“

Vielen Dank an das „Schaffhauser Wochenblatt“ für die Recherchen!

29 Antworten
  1. klinsi
    klinsi says:

    Die öffentlichen Facebook Posts der MyWorld/Lyconet/Lyoness Jünger sind teils so lächerlich, dass sie schon fast wieder lustig sind. Hier ein kleiner Auszug:

    „Ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg sind die Menschen mit denen DU dich umgibst.
    Millionäre – Wahrscheinlichkeit hoch, dass DU auch einer wirst!“

    „Ob wir Umsatz machen?
    Und ich prophezeie dass es in drei Monaten über 150 Millionen sein werden!“

    „Warum haben wir so einen Erfolg und schießen zur Zeit alle Rekorde ab?
    WEIL WIR NIE FAKER WAREN!“

    „Ich habe in letzter Zeit viel Zeit mit Leuten aus anderen Firmen verbracht, und musste mit Entsetzen feststellen, dass nicht alle Firmen so ethisch arbeiten wie wir.“

    „Wir werden mit den Führungskräften nicht nur die Top 100 der Network Marketing Branche erklimmen, sondern ebenfalls in allen Sektoren die Erfolgreichsten Menschen der Welt werden.“

    usw.

    Solche und tausende ähnliche Post sind, bei allem Respekt, einfach lächerlich und unglaubwürdig. Aber leider fallen täglich dutzende junge Menschen auf diesen Trick rein und glauben diesen Schwachsinn. An den „Meetings“ wird neuen Zahlern fleissig eingetrichtert, sämtliche Kritik an Lyoness zu ignorieren und abperlen zu lassen. Sogar Gerichtsurteile, wonach Lyoness ein Schneeballsystem ist, werden als „Fake News“ abgestempelt.

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    • B. Biller
      B. Biller says:

      Haha,
      absolutes „Déjà-vu“ 😉 Genau auf diese Sprüche und Versprechungen fallen all „die Träumer“ herein. Bemerken nicht, wie sich das Schneeballsystem um deren Hals legt und reißen auch das gesamte Umfeld mit hinein.

      Norwegen hat das einzig richtige getan und dieses System verboten.

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    • Josef
      Josef says:

      Der Post stammt meines Wissens von Andreas Matuska, wo man sieht, dass seine Strktur im März über 6 Millionen Umsatz gemacht hat. Er zeigt dabei auch die Lyconet App, die diesen Umsatz bestätigt. Wer sich ein wenig auskennt mit der App und dem Buchhaltungsprogramm (BIS) sieht darauf aber auch, dass 99% der Umsätze die darauf zu sehen sind, sich einzig und alleine aus Einzahlungen von Marketern zusammensetzen. Tolle Shopping Community. Das was am Offensichtlichsten scheint, wird offenbar tatsächlich ignoriert, wenn man es den Leuten einfach frech vor die Nase hält.

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  2. jessica
    jessica says:

    seriös arbeitende mitarbeiter würden sich wünschen, dass ihr nicht alle und alles in denselben topf wirft! diese firma ist phänomenal aufgebaut und bietet einen genialen mehrwert! klar gibt es auch personen, die versuchen möglichst schnell geld zu verdienen, aber in welchem network gibt es das nicht? ob jemand 100% angestellt für die ziele eines anderen arbeitet oder andere wege geht, ist doch wohl jedem selbst überlassen? cashback world / lyconet ist ein genial aufgesetztes vertriebskonzept, bei dem jeder, der leistet, erfolge erzielen kann!

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      • James
        James says:

        Ihr seit so lächerlich, die die sich nicht nichtig damit befassen.
        Natürlich funktioniert es, aber bei Leuten wie euch ist Zeit das einzige Mittel zur Vernunft

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        • Ben Ecker
          Ben Ecker says:

          Sie sind lächerlich und ein typischer „Lyonese“, entgleisen spätpubertierend Verbal und verstecken sich hinter der Anonymität. Es sind Schwachmaten wie Sie, die einmal bei Cashback World einkaufen, etwas Geld zurückerhalten und schon heißt es „preiset den Herrn und Visionär Hubert Freidl“.

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          • Marino
            Marino says:

            Herr Ecker,
            ist es möglich dass Sie persönliche negative Erfahrungen mit Lyconet gemacht haben? Aktuell wundert es mich nicht, dass Sie keine objektive Meinung vertreten wie sie ein „investigativer Journalist“ haben sollte. Ich habe mir nun einige Ihrer Beiträge durchgelesen u.a. auch welche von Ihrer Homepage: http://benecker.com/.
            Sie scheinen sich ziemlich auf das System von Lyconet eingeschossen zu haben, zumindest lässt dies Ihrer Homepage vermutet (Stichwort „eigene Kategorie“ extra für Lyconet).
            Lyconet hat in der Vergangenheit sicherlich nicht alles richtig gemacht aber kennen Sie ein Unternehmen das perfekt geboren wurde? Sehe Sie sich den Facebook Datenskandal an oder was über Amazon, Ebay usw usw. geschrieben wurde.
            Wissen Sie wie Ebay aufgebaut wurde?
            Mich würde wirklich interessieren woher dieser tiefgreifende „Hass“ auf Lyconet herkommt.
            Wie ich in Ihren anderen Post sehe, argumentieren Sie gerne unterhalb der Gürtellinie. Ich bin gespannt ob Sie auf sachlicher Ebene antworten (so wie es ein investigativer Journalist machen sollte)

          • Ben Ecker
            Ben Ecker says:

            Hallo Herr Schürmann,

            ich darf Ihnen versichern, dass ich persönlich keine negativen Erfahrungen mit Lyoness machte, da ich grundsätzlich in keine „Schneeballsystem“ investiere.

            Ihre verharmlosende Darstellung von Lyoness, wie „in der Vergangenheit sicherlich nicht alles richtig gemacht“, ist bezeichnend für die Haltung deren Mitglieder. Zumal sich jeder Vergleich mit Unternehmen wie Facebook, eBay oder Amazon ohnehin verbietet.

            Lyoness hat mit ihren damaligen Länderpaketen sicherlich nicht verantwortungsvoll im Sinne ihrer Mitglieder gehandelt. Im Gegenteil! Alle Kontinente sollten bereits bis 2014 erobert werden, wo steht es denn aktuell um Lyoness, z. B. in Indien, USA, Mittleren Osten? Wo ist denn nun der Milliardenmarkt, der den Mitgliedern mit unglaublichsten Umsatzversprechen und einer nie dagewesenen Marktpräsenz verkauft wurde? Lesen Sie sich die rechtskräftigen Urteile doch mal ernsthaft durch, seit jeher werden unbedarfte Interessenten über die Cashback Card, mit einem „passiven Einkommen“ in das „Big Business“ gelockt.

            Auf die inzinierte „Mastercard-Story“ gehe ich hier überhaupt nicht ein.

            Wenn Sie meine Posts als unterhalb der Gürtellinie einstufen, sollte ich die Kommentare der Lyonesen veröffentlichen, die mich täglich erreichen. Dann wissen Sie was „unter der Gürtellinie“ bedeutet.

            Wie Sie auf den Gedanken kommen, ich würde einen „Hass“ gegen Lyoness/Lyconet hegen, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber mir sind Hunderte deutsche Geschädigte bekannt, die teilweise in größte finanzielle Not wegen Lyoness kamen, da sie an die vielen Versprechungen glaubten.

            Lyoness ist eine kriminelles Unternehmen und dies werde ich weiter vertreten. Lyoness klagt ständig gegen mich, kommt aber keinen Schritt weiter, da Fakten zählen: siehe http://www.bekm.eu/lyoness-europe-ag-per-gericht-in-erklaerungspflicht-lyconet-als-schneeballsystem-klassifiziert/

          • klinsi
            klinsi says:

            Guten Tag Herr Marino

            Musste etwas schmunzeln bei der Lektüre Ihres Posts. Die Lyonesische Gehirnwäsche scheint bei Ihnen besonders zu wirken. Anders kann ich mir Ihren Vergleich mit echten Unternehmen wie Facebook und Amazon nicht erklären. Bei beiden erwähnten Firmen stehen Dienstleistungen und Produkte im Vordergrund, nicht Clouds und ein Pyramidensystem. Weder bei Facebook noch bei Amazon steht das andauernde penetrante Anwerben von neuen Zahlern durch Versprechungen und lächerlichen Lügen im Vordergrund. Oder können Sie mir mit konkreten Zahlen belegen, dass der von Lyoness/Lyconet/myworld generierte Umsatz zum grössten Teil auf Produkte und Dienstleistungen von teilnehmenden Firmen fällt? Wohl kaum…. denn die erzielten Umsätze werden grösstenteils durch das Anwerben von neuen Jünger sowie dem Erwerb von Clouds erzielt. Also hören Sie auf, Ihre „Firma“ mit Unternehmen wie Amazon zu vergleichen. Die Geschäftidee hinter Lyoness ist die Abzockerei von naiven, mehrheitlich jungen Personen.

  3. Anuwire
    Anuwire says:

    Hallo,

    ich habe jetzt seit längerer Zeit diese Seite und ihre Lyoness Kritik beobachtet. Anfangs haben mich eben diese Berichte sogar davon abgehalten in das Anfangs nicht transparente und verstrickte System einzusteigen. Ich war sehr skeptisch, jedoch wollte ich das System langsam kennen lernen und damit herum experimentieren. Ich fing an Käufe über Cashback World durchzuführen, die ich ohnehin getätigt hätte. Innerhalb eines Monats konnte ich mir so knapp 10€ sparen bzw. habe 10€ wieder zurückerstattet bekommen. Danach fing ich als Marketer an (50€ mtl.) und erweitete schnell zum Premium-Marketer. Das läuft so gut, dass ich dem Tag an dem ich mich aus dem Hamsterrad befreien und meinen regulären Job kündigen kann, stetig näher komme. Vielleicht dauert es noch ein paar Monate, fakt für mich ist, der Anfang ist das schwierigste und es ist durchaus möglich als Cashback-Marketer das große Geld zu machen, natürlich darf man nicht naiv sein und erwarten, man wirbt zwei Marketer an und das Ding läuft.. Nein. Wer hier davon Leben möchte, muss auch Engagement zeigen und Zeit investieren. Es gibt durchaus berechtige Kritikpunkte am Lyoness System. Vor allem die nicht vorhandene Transparenz für Außenstehende oder normale Menschen die sich darüber informieren möchten. Wenn man wirkliche Informationen möchte, muss man sich in einem der Network-Marketing Netze befinden um von der Internen Informationsweitergabe zu profitieren. Fakt ist, ich schreibe mit meinem Marketer-Nebenjob schwarze Zahlen, welche Zukünftig nur steigen werden.

    Nachdem sie sich über meinen Beitrag lustig gemacht haben forder ich sie dazu auf, mir mit guter Argumentation und evtl. Beweisen zu erläutern, wie es dazu kommen kann, dass die „ScamCompany“ Lyoness („MyWorld“ oder wie auch immer sie sich nennen wollen), dazu in der Lage ist, sämtliche Vereins Riesen in Europa zur Partnerschaft zu bewegen (Rapid Wien, AS Roma usw. https://www.myworld.com/de/). Waren sie schon einmal in einem Fußballstadion? Nein? Dann achten sie doch beim nächsten Besuch in Stadion oder demnächst vor der Glotze, auf die Trikots und die Werbebanner der Stadien. Verblüfft werden sie dann überall den „Cashback World“ Schriftzug wahrnehmen können. Wie kann es sein, dass sich ein solches Unternehmen, solch große Partnerschaften und Werbemöglichkeiten sichern kann, wenn es doch die pure Abzocke sei?

    Oder

    Wie kann es sein, dass der MotoGP (mehr als 2,5mio Fans) sich für das Sponsoring der Social-Media App „eyetime“ entscheidet? Eyetime ist aktuell bloß eine Art Messenger für Marketer aber auch Cashback-Kunden. Geplant ist es, eyetime größer als Whatsapp und Instagram zusammen zu machen. In naher Zukunft soll eyetime alle Funktionen der MyWorld Unternehmensgruppe beinhalten, also CashbackWorld, Lyconet, Eyetime und mehr.
    http://www.motogp.com/en/news/2018/04/12/eyetime-announced-as-title-sponsor-for-the-austrian-gp/255127

    Oder wie kann es sein, dass sich sogar die Formel 1 für das Sponsoring der eyetime App interessiert? Wollen sie mir jetzt erzählen, MotoGP und Formel 1 wurden getäuscht oder aber arbeiten sie alle gegen uns zusammen?
    https://www.formula1.com/en/latest/headlines/2018/5/eyetime-to-be-title-sponsor-at-the-austrian-grand-prix.html

    Meine Meinung dazu steht. Bei uns kann man nicht verlieren, bloß aufgeben.

    Freundliche Grüße

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    • Ben Ecker
      Ben Ecker says:

      Hallo,
      es ist immer die gleiche Geschichte mit den Kommentatoren, die sich halbanonym mit dem „typischen Lyoness-Wording“ gebärden aber nicht bereit sind sich namentlich vorzustellen.

      Also wenn schon geschrieben wird: „Geplant ist es, eyetime größer als Whatsapp und Instagram zusammen zu machen. In naher Zukunft soll eyetime alle Funktionen der MyWorld Unternehmensgruppe beinhalten, also CashbackWorld, Lyconet, Eyetime und mehr.“ oder *Waren sie schon einmal in einem Fußballstadion? Nein? Dann achten sie doch beim nächsten Besuch in Stadion oder demnächst vor der Glotze, auf die Trikots und die Werbebanner der Stadien. Verblüfft werden sie dann überall den „Cashback World“ Schriftzug wahrnehmen können. Wie kann es sein, dass sich ein solches Unternehmen, solch große Partnerschaften und Werbemöglichkeiten sichern kann, wenn es doch die pure Abzocke sei?“

      Dass war alles schon einmal vor Jahren bei den Länderpaketen als große Zukunftsvision angekündigt. Demnach müsste weltweit seit Jahren mit der Lyoness-Mastercard geshoppt. Nichts geschah, da Lyoness noch nicht einmal im Ansatz die erforderlichen Genehmigungsverfahren durchlaufen hat. Im Gegenteil. Lyoness selbst hat den angeblichen Drittanbieter „MyCard“ gegründet und später so getan, als seien sie selbst ein Opfer! Auch damals hatten Lyonesen das Unternehmen auf eine Stufe mit Google, Microsoft und Apple gestellt.

      Erfundene u gefakte Nutzerzahlen bzw Händlerzahlen bilden die Grundlage für diese angeblichen Umsätze (um es legal aussehen zu lassen, werden die Sportkooperationen u Karten gelauncht). Zuletzt im Verfahren am HG Wien (Az. 11 Cg 75/16s) klar dokumentiert. Nur so können die Investitionen der Mitglieder in die Cloud (die echten illegalen Umsätze) als angeblich legale Shopping-Umsätze dargestellt werden.
      https://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5445204/Norwegen-verbietet-Grazer-Rabattfirma-Lyoness

      Woher kommen denn all die Verurteilungen, die schlechte Presse und die Geschädigten, die sich auf ein „passives Einkommen“ verlassen hatten und nun mit leeren Händen dastehen. Im übrigen muss keine Argumentation gefunden werden, die liefert Lyoness fortwährend selbst.

      Ständig werden hier irgendwelche Aussagen getätigt, u. a. dass Lyoness bisher jede Berufung gewonnen hätte, aber niemand kann es mit einem Urteil belegen. Lyoness klagt vollmundig gegen mich persönlich, bekommt seit zwei Jahren bei Gericht aber keinen Fuß in die Tür. Es sollte doch mit einem „so tollen Geschäftsprinzip, indem es nur klatschende Gewinner gibt“ ein leichtes sein, mich vor Gericht aburteilen zu lassen.

      In der Sportbranche zählt in erster Linie das Geld was über Sponsering fließt, dass sollten Sie doch als derart erfahrener Super-Networker wissen.

      http://www.speedweek.com/motogp/news/96433/Lyoness-e28093-ein-undurchsichtiger-neuer-Dorna-Partner.html

      Dennoch wünsche ich Ihnen persönlich viel Glück.

      B. Ecker

      Antworten
  4. Undine
    Undine says:

    Danke für diese Information. Ich war gestern in einem Hotel zu einer Lyoness Präsentation und habe mir das ganze Prozedere zu cashback und premium Marketer angehört. Klang im ersten Moment super. Die aufgezeigten Zahlen waren grandios doch riefen sie bei mir mit einemal eine gewisse Skepsis auf. Wenn ich viel investieren muss um danach Geld zu verdienen, das kann nicht gesund sein.
    Auf meine Anfrage: „dies sei doch ein Schneeballsystem“ wurde das sofort negiert. …….

    Dieser Artikel hat nun doch meine Vermutung bestätigt. Es ist toll, dass Ihr solche Artikel ins Netz stellt. Es ist sehr schwierig, neutrale Informationen zu erhalten.

    Herzlichen Dank, meine Entscheidung zu cashback ist getroffen.

    Antworten
  5. klinsi
    klinsi says:

    Lieber Herr oder Frau Anuwire

    Ich habe persönlich und damals noch ohne Vorurteile an einer Lyoness Präsentation teilgenommen. Die Gehirnwäsche während den Präsentationen hat System. Es geht einzig darum, neue Interessenten und Zahler in irgendwelche dubiose und undurchsichtige Clouds zu finden. Es werden „Märkte“ vorgestellt, die kurz vor der Explosion stehen. Je mehr ein Interessent in einen Markt / Cloud einzahlt, desto mehr neue willige Zahler werden erschlossen. Dabei ging es in keiner Sekunde um eine Shopping Card oder um sonst ein Produkt, sondern lediglich um die Cloud. Die Shopping Card / angebliche Einkaufsgemeinschaft ist nur eine gut verpackte Mogelpackung. Es tönt an den „Meetings“ immer eindrücklich, wenn neue unwissende Opfer mit irgendwelchen Fussballclubs oder Moto GP geködert werden können. Wären diese „Partner“ nicht da, würde kein Mensch in eine Cloud investieren. So dumm wären nicht mal Lyoness Jünger. Daher zielt das System immer nur darauf ab, junge und schlecht ausgebildete Menschen mit imposanten Namen von Sportclubs oder Moto GP zu ködern und schliesslich abzuzocken. Dieses Vorgehen wird dann mit höchst fragwürdigen Sprüchen und Fotos von Luxusautos, Uhren und Ferien auf Facebook und Instagram fortgesetzt. Es ist einfach lächerlich und traurig, dass hier einige Lyoness Jünger immer noch krampfhaft versuchen, etwas anderes zu behaupten. Die Zeugen Jehovas oder Scientology bekehren ihre Schäfchen nach dem gleichen Brainwash Prinzip…

    Antworten
  6. klinsi
    klinsi says:

    Liebe Jessica

    Solange nicht andere Personen mutwillig abgezockt werden, ist das wirklich jedem seine eigene Sache. Das Problem ist aber, dass myWorld / Lyoness eben genau darauf abzielt, andere durch ein Pyramidensystem über den Tisch zu ziehen. Der einzige Grund, warum Lyoness überhaupt existiert ist ist die Tatsache, dass ein Pyramidensystem dahinter steckt, wo es darum geht, immer wieder neue Zahler anzuwerben. Und da ist es eben nicht jedem selber überlassen, wie er sein Geld „verdient“. Leider verwechseln Sie eine echte berufliche Tätigkeit mit einem Pyramidensystem. Ein solches System hat nichts mit Arbeit zu tun. An den Meetings wird einem halt ständig eingetrichtert, dass es sich dabei um Arbeit handelt. Das ist etwa so wie wenn ein Roulette Spieler sagt, dass er im Casino arbeitet. Aber wenigstens ist Roulette spielen legal, im Gegensatz zu Lyoness (siehe diverse rechtskräftige Urteile, z.B. Obergericht Zug, Schweiz)

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  7. H.P
    H.P says:

    Hallo,
    weiss man eigentlich wie die BAFIN zu diesem „Verein“ steht?
    Wird Zeit, dass die denen mal den A…. aufreissen…

    Antworten
  8. thomas müller
    thomas müller says:

    Ich bin lediglich kunde bei diesem „verein“.

    Aber ich erspare mir jedes jahr hunderte euros mit einer einzigen karte.

    Jeder von euch, der dieses system kritisiert, sollte sich einmal fragen, warum ein händler waren, die er/sie irgendwann zu einem vernünftigen preis verkauft, vorher zu wahren puffpreisen anbietet. Die einzigen, die ständig ihre kunden abzocken, sind die händler.

    Und warum soll ich 100erte kundenkarten mit mir herumschleppen, wenn es 1 auch tut.

    HÖRT ENDLICH AUF, ANDEREN ALLES NEIDISCH ZU SEIN. MACHT ES BESSER, WENN IHR ES KÖNNT!!!

    Antworten
      • Max k
        Max k says:

        Wohl eher nicht … ich glaub eher die wo betroffen sind oder selbst in diesem System stecken schämen sich dafür und wollen es nur schön reden anstatt zuzugeben das es ne reine abzockerei ist ..

        Antworten
  9. H.P
    H.P says:

    Was bringen mir denn 5% Cashback wenn ich den Artikel woanders für 10-15% günstiger bekomme??
    Hab ich da was falsch verstanden?
    Woraus besteht den dieses “ riesige “ Händlernetz??
    Einfach lächerlich….
    Sehr, sehr viele Firmen haben sich ja mittlerweile von diesem “ Verein“ distanziert….warum?
    Man kann nur hoffen, dass dieses fragile Kartenhaus baldmöglichst zusammenbricht….. schade nur um die vielen „gebrainwasheden“ Minions (Marketer). Die werden ein böses Erwachen erleben…

    Antworten
    • Josef
      Josef says:

      Das ist genau der Punkt. Nutzt man Vergleichsportale stellt man fest, dass man woanders selbst ohne Cashback wesentlich günstiger dran ist. Es wird immer mit den großen ausländischen Handelsketten geworben (Carrefour, Wallmart etc.) die ja in manchen Ländern auf Cashback sind. Teils aber nur auf Gutscheinbasis, was fast niemand nutzt und bei den 1-2% Cashback den sie bieten, sollen sich dann die Milliarden von Umsätzen ergeben. Denn wenn die dabei sind, wird der Rest bald nachziehen, heißt es immer wieder. Man ist sehr bemüht jede Möglichkeit zu nutzen, die Marketer bei der Stange zu halten. Man nutzt bspw. den Apple Vergleich wo es darum geht, dass einer der Gründer damals seine Anteile günstig verscherbelt hat, weil er nicht an die Firma geglaubt hat. Die Anteile hat er um sehr wenig Geld verkauft und jetzt wären sie Milliarden wert. Sprich man solle sich so schnell es geht Anteile sichern, denn damit wird das Gleiche passieren und man will ja schließlich nicht denselben Fehler machen wie der Herr von Apple damals. Nur komischerweise enden diese limitierten Anteile nie so wirklich. Es kommen immer wieder andere Anteile nach, mit anderem Namen und mit angeblich noch mehr Ertragsmöglichkeiten in ein paar Jahren. Wenn alles so richtig explodiert ist. Anders kann sich das System ja auch nicht refinanzieren.

      Antworten
  10. Markus Schuler
    Markus Schuler says:

    Ich war satte 4 Jahre an vorderster Lyoness Front. Alles Lug und Betrug, das “ fantastische President’s Team“ mit Hubert, Gerry, Mario etc…… ist die ganze Zeit nur damit beschäftigt „Lösungen“ zu suchen wie man weitere Dumme gewinnen kann welche in dieses rechtsgültig, verurteilte Schneeballsystem einzahlen. In der Schweiz haben die behauptet sie hätten über 100’000 Mitglieder gemäss dem ehemaligen Lyoness Geschäftsführer, schriftlich bewiesen, waren es gerade mal 500 aktive Shopper, woher die 8 Millionen Mitglieder kommen sollten???

    Diese so transparente Firma soll doch die Bücher öffnen, weshalb laufen dieser “ super seriösen“ Firma Lyoness die Buchprüfer und die Geschäftsleiter reihenweise und beinahe im Monatstakt davon??? Warum ist diese Firma in dutzenden Ländern ständig und ewig in Rechtsstreitigkeiten verwickelt??? Warum werden alle 2 Jahre die Namen und die Gesellschaften geändert?? Weshalb schreiben Lyoness Geschädigte mit ihrem vollen Namen, während Lyoness Befürworter IMMER anonym bleiben?? Vor was haben Sie Angst, ist doch alles sauber und korrekt, dann können Sie doch problemlos mit Ihrem richtigen Namen dahinterstehen, oder zweifeln Sie doch ein bisschen?? Sind dutzende Klagen und Urteile gegen Lyoness vielleicht doch nicht so ganz ohne…?? Machen Sie sich womöglich sogar bald strafbar im Lyconet (oder hat der Name schon wieder geändert) Vertrieb?? Diverse Strafverfolgungsbehörden sind am recherchieren, das sind Fakten. Besorgt Euch besser schon mal einen guten Strafverteidiger, viel Spass was da auf Euch zukommt.

    Antworten
  11. Christoph Puchegger
    Christoph Puchegger says:

    Hallo an alle! Ich bin „so ein Premium Marketer“!! Ich zahle daher 50.- pro Monat und früher schon EINmalig 2400.- um eben Premium Marketer zu sein! Für JEDEN EINZELNEN dieser Euros habe ich Rabattgutscheine bekommen und so habe ich mir JEDEN EINZELNEN dieser Euros BEREITS zurückgeholt (durch Einkäufe bei Partnerunternehmen, was ja der Sinn der Sache ist)! Und nein ….. ich habe NICHT TEURER eingekauft, sondern immer die Preise verglichen! Und da ich Premium Marketer bin, bin ich in einem Verrechnungsprogramm, welches TÄGLICH mehr wert wird!! Also bis jetzt NULL investiert und TÄGLICH wird es mehr!! Somit meine Frage „WAS MACHE ICH FALSCH????“

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    • Josef
      Josef says:

      Hast du dir schon mal ausgerechnet um wie viel Geld du einkaufen müsstest um nur 50€ pro Monat an Rabattgutscheinen zu redeemen bzw. um wie viel Geld Leute in deiner Lifeline per Cashback einkaufen müssten, damit du das erreichst? Wenn du das gemacht hast, kalkulier mal hoch wie viel Umsatz du benötigst um deine ganzen Investitionen inkl. dem Premium Marketer wieder als Cashback aus dem System zu bekommen, OHNE neue Marketer anzuwerben. Viel Spaß bei Rechnen!

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  12. Mensch
    Mensch says:

    Hallo liebe BEKM

    Wieso kein solchen Leuten kein Bein gelegt werden. Und die kleinen Fische sehen es selbst nicht in Deren unwissenden Gedanken.

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  13. Sebastian Fleiß
    Sebastian Fleiß says:

    Hallo zusammen,

    zuallererst entschuldige ich mich für das andauernde Wechseln der Zeiten, die in diesem Kommentar verwendet wurden. Schon während des Verfassens ist es mir aufgefallen, aber ich möchte jetzt im Nachhinein nicht alles umschreiben. Vielen Dank für euer Verständnis!

    Meine erste Erfahrung mit einem „Lyconet Marketer“ machte ich in einem Shoppingcenter, in dem ich zurzeit geringfügig beschäftigt bin. Als ich nun in Ruhe meiner Beschäftigung nachgehe, kommt ein Mann mittleren Alters auf mich zu und fängt an, Small-talk mit mir zu führen. Er duzt mich sofort und sagt mir ich solle dasselbe tun. Nach einer Minute sagt er mir, er wäre von meiner positiven Ausstrahlung begeistert und fügt hinzu, ich würde perfekt in sein „Unternehmen“ passen, welches sich mit Marketing beschäftigt. (Ich bin gerade 20 geworden, habe vor ein paar Monaten maturiert und überlege zurzeit, ob, bzw. wenn ja, was ich studieren möchte, daher klang das Angebot sehr verlockend) Wir tauschen Nummern aus und vereinbaren ein Treffen in einem Café. Es muss angemerkt werden, dass er mir sowohl den Namen „seines Unternehmens“, als auch seinen Nachnamen nicht verrät. (Stellt sich heraus, dies war nur dazu gut mich daran zu hindern, im Vorhinein Recherchen über das Unternehmen anzustellen und das Treffen abzusagen (was ich in diesem Fall natürlich getan hätte)).

    Ein paar Tage später:
    Ich habe erwartet, in besagtem Café nur ihn anzutreffen, doch ich wurde überrascht. Er schickt mir die Nachricht „Wir sitzen im Gastgarten.“ und ich frage mich, wen er zu dem Treffen mitgebracht hat. Natürlich kam mir zuerst der Gedanke, dass sein Vorgesetzter ebenfalls anwesend sein würde, doch dann hätte mich die Location etwas gewundert. Ich gehe in das Café und sehe, dass er von einer Frau begleitet wird. Ich setze mich zu ihnen und er sagt mir, sie sei ein „Team-member“ von ihm. Mir fällt sofort auf, wie leger die beiden gekleidet sind (Ich hatte ein Hemd, einen Mantel und elegantere Schuhe an, da ich dachte ich träfe auf jemanden aus einem seriösen Unternehmen). Er trug einen schwarzen Pullover auf dem #BCR (Black Card Revolution) aufgedruckt war und sofort kamen mir Zweifel. Wir kommen gleich ins Gespräch und er fragt mich, welche Voraussetzungen ich an meinen zukünftigen Arbeitgeber habe. Ich zähle ihm ein paar Attribute auf und er fragt gleich anschließend was ich davon halte, wenn er mir genau so eine Arbeit anbieten könnte. Natürlich sage ich, dass es äußerst attraktiv klänge, wenn das der Fall wäre. Er holt die Lyconet Broschüre heraus und erklärt mir genau das, was Herr Ecker bereits ausführlich erklärt hat. Es dauert natürlich nicht lange bis ich verstehe um was für ein tolles „Unternehmen“ es sich handelt. Natürlich bin ich sofort All-in und kaufe mir das Top-Marketer Paket um €7499,-. Spaß beiseite, natürlich wird mir klar, dass es sich um ein absolutes Schneeballsystem handelt und von hier an sitze ich nur mehr aus Höflichkeit am Tisch und höre mir an, was die beiden noch zu sagen haben. Er erklärt mir, dass große Unternehmen wie SK Rapid Wien usw. auch schon längst die Chance bemerkt haben und sagt dass es in fünf Jahren noch viel mehr sein werden. Ich lasse mir die Skepsis natürlich nicht anmerken und versuche dem ganzen Konzept gegenüber neutral zu bleiben. Er sagt auch ganz offen, dass es sich hierbei um ein MLM (Multi-Level-Marketing) System handelt, aber natürlich sei es anders als so viele andere. Ich frage ihn, ob man einen Mitgliedsbeitrag leisten müsse und er bejaht (nach langer Überlegung, wie man es so harmlos als möglich ausdrücken kann). Jetzt kommt der lustige Teil: Er glaubt allen Ernstes, dass ich, ein „Schüler“, sich ohne Weiteres ein „Premium-Paket“ um „nur“ €7499,- leisten kann. Ich frage ihn, ob es nicht günstigere Optionen gäbe und er bejaht wieder. Das nächstbilligere Paket kostete „nur“ €2499,-. Ich sage ihm, dass auch dieses Paket weit außerhalb meiner Preisgrenze liege, und er sagt mir, es gäbe auch eine Option um nur €99,-. Ich sage ihm, dass das schon eher meiner Preisklasse entspricht, jedoch erläutert er mir immer wieder, dass die teureren viele Vorteile mit sich bringen (vor Allem, dass ich sofort Geld verdiene, nicht wie bei dem „Armutspaket“ um nur €99,-). Ich sage den beiden, dass ich von dem Unternehmen überzeugt bin, aber noch etwas Zeit brauche um mit mir selbst zu vereinbaren, ob ich mein Leben einem MLM widme. Nun versuchen beide mir einzureden, dass ich so schnell wie möglich zusagen soll, um so schnell wie möglich finanzielle Erfolge zu sehen. Ich sage weiterhin, dass ich es mir noch überlege und ihnen morgen meine Antwort mitteile.

    Fazit: Nur ein weiteres Schneeballsystem, das früher oder später (hoffentlich früher) in sich zusammenbrechen wird. Natürlich Allen, die auf die Masche der finanziellen Unabhängigkeit durch’s Nichtstun reinfallen und ein „Top-Marketer“ der höchsten Stufe werden wollen, wünsche ich nur das Beste.

    Liebe Grüße, Sebastian Fleiß

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  14. Sasa Barbulovic
    Sasa Barbulovic says:

    Hallo Leute!

    Ich hätte zu dem ganzen nur eine kurze Frage. Schneeballsysteme sind in Österreich illegal. Wie kommt es dann, dass Lyconet und das System dahinter in Österreich legal ist?

    Antworten
  15. Sasa Barbulovic
    Sasa Barbulovic says:

    Hallo nochmal!

    Auf der Rapid Wien Seite ist ganz unten ein Cashback „Button“ abgebildet, der zu der Seite von Cashbackworld führt. Ist Rapid Wien nun ein Partner und stimmt es, dass die ein Teil der Umsätze in die Cloud fällt oder sind das alles fake news?
    https://www.skrapid.at

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