Österreichische Justiz jetzt auch wegen mutmaßlichen Interventionen im Lyoness-Strafverfahren am Pranger!

Nationalratsabgeordnete, ausländische Ministerien und Medien machen jetzt mobil!

Das WKStA-Ermittlungsverfahren gegen Lyoness wurde unter fragwürdigen Umständen eingestellt (AZ. 14 St 28/15h und 14 St 2/16m).

Das Wiener Oberlandesgericht (OLG) hat das Verfahren der WKStA im April 2016 großteils eingestellt. Rechtsanwalt Fromhold zufolge hat der zuständige Ermittler Oberstaatsanwalt Michael Schön von der WKStA damals im Fall Lyoness ziemlich auffällig geschlampt. „lch habe ihn gefragt, warum er keine Geschädigten einvernommen hat. Da hat er gelacht und gesagt: ,lch habe genug Beweise”, so Fromhold in einem Gespräch mit der APA (Austria Presse Agentur). Der Staatsanwalt habe lediglich Entlastungszeugen vonseiten der Beschuldigten einvernommen.  

Der Verdacht, dass der Chefsyndikus von Lyoness Rechtsanwalt Dr. Hubert Reif und der damalige Pressesprecher Bernhard Krumpel zusammen mit Silvia Kelemen sowohl bei der WKStA als auch bei den Medien entsprechend interveniert haben, liegt auf der Hand und ergibt sich aus dem damaligen Verlauf in der Sache. 

Im aktuellen Untersuchungsausschuss in der Causa „IBIZA“ ist auch Mag. Bernhard Krumpel, vormals Kommunikationsleiter der Novomatic AG geladen. Krumpel wird in zahlreichen Verfahren bzw. auch des Öfteren im U-Ausschuss namentlich geführt.

Wenige jedoch wissen, dass Herr Mag. Krumpel von 2015 bis 2017 bzw. auch danach als Leiter Kommunikation und Strategie & Lobbying bei der Lyoness AG auch für Reputations- und Krisenmanagement tätig war. So hatte er gemeinsam mit der Leiterin der Kommunikation Österreich, Frau Kelemen-Weihs zahlreiche interne Termine bei Medienhäuser wie z.B. APA, Trend, Kurier und anderen Tageszeitungen, um für wohlwollende Berichterstattung zu sorgen. Im Gegenzug wurden den Medien für positive Berichterstattung – bezahlte Inserate von Lyoness angeboten.

Und gerade zu dieser Zeit wurden entscheidende Verfahren gegen Lyoness und deren handelnden Personen völlig überraschend eingestellt. Selbst ein von der WKStA in Auftrag gegebenes Wirtschaftsgutachten wurde ignoriert. Eine geplante Hausdurchsuchung der Zentrale von Lyoness / myWorld wurde kurzerhand durch die Staatsanwaltschaft in Graz abgesagt… Fragen über Fragen und Versäumnisse über Versäumnisse!

Aufgrund der von uns eingebrachten Dienstaufsichtsbeschwerden bei der Oberstaatsanwaltschaft Wien (AZ: Jv 3637/16m-17) gegen den damals leitenden OStA Michael Schön bei der WKStA, wurde unser CEO Herr Ecker telefonisch von der Oberstaatsanwaltschaft “gewarnt”, die “Causa Lyoness” nicht weiter zu verfolgen. „Diese öffentliche Kritik gegen die Einstellung des Strafverfahrens könne auch zu einem Bumerang für Sie werden.” Das war eine glatte Drohung seitens der Justiz!

Im U-Ausschuss wurde bekannt, dass Herr Krumpel, der auch im Kabinett Strasser war, dementsprechend honorige ÖVP Kontakte so u.a. zum damaligen Sektionschef des Justizministeriums Pilnacek, Ex Innenminister und Nationalratspräsident Mag. Sobotka (Krumpel war auch sein Pressesprecher in Niederösterreich) und auch zu anderen ÖVP Ministerien (u.a Innenministerium) unterhalten hat.

Das würde jetzt aufgrund des aktuellen U-Ausschusses auch zum Bild im damaligen Lyonessverfahren passen und erklären, wer im Hintergrund womöglich bei der Justiz und beim Innenministerium für ein wohlwollendes Verhalten gesorgt hat. Hier dürfte das richtige Parteibuch gerade richtig sein, um Lobbying- und Schattengeschäfte abseits der Gesellschaft für manche Kunden und Freunde zu etablieren. Krumpel‘s Aufgabe war es für Ruhe rund um das umstrittene Unternehmen zu sorgen und etwaige Justizprobleme zu lösen.

Unsere damalige Dienstaufsichtsbeschwerde nebst Nachträgen, die die Causa am besten erklärt, können mit dem nachstehenden Link aufgerufen werden. Man beachte u.a. den vertrauten Mailverkehr zwischen RA Dr. Reif und den OStA Michael Schön. (Veröffentlichung der Dienstaufsichtsbeschwerde (AZ: Jv 3637/16m-17) gegen die WKStA Wien! – BE KONFLIKTMANAGEMENT (bekm.eu)

Die Presse hat sich damals mit einigen Artikeln u. a. Rabattfirma Lyoness: Kritiker gehen gegen Einstellung des Betrugsverfahrens vor « kleinezeitung.at ebenfalls mit der „sonderbaren Einstellung des Strafverfahrens” befasst.

Lyoness bzw. myWorld ist mittlerweile in Norwegen komplett verboten, auch in Italien wurde das Schneeballsystem Lyoness/myWorld die Tätigkeit untersagt, in der Türkei steht eine Steuerschuld im zweistelligen Millionenbereich aus. In Albanien und im Balkanraum wurden diese Woche die Ministerien über Strafverfahren informiert – in Balkan ist der damalig geschasste Minister Herr Zoran Vitanov für myworld tätig.

Der Rechtsanwalt und Chef-Syndikus von Lyoness / myWorld ist auch kein Unbekannter, nämlich Herr Dr. Hubert Reif aus Graz. Er ist unter anderem auch Anwalt von Novomatic, er pflegt gute Kontakte zur steirischen Rechtsanwaltskammer sowie zu anderen Justizgranden in Wien und nebenbei war er auch als Aktionär, Treuhänder und Dealmaker in vielen myWorld / Lyoness Geschäften involviert. Im aktuellen Finanzstrafverfahren in der Türkei, hat man mit Bestechung versucht das Strafverfahren zu beeinflussen. Eine dokumentierte Korrespondenz zur Sache liegt der Redaktion vor.

Einige Fraktionen und Mitglieder des Nationalrates konnten inzwischen gewonnen werden, sich der Causa Lyoness/myWorld erneut anzunehmen und im Rahmen einer möglichen parlamentarischen Anfrage an das Justizministerium und an das Innenministerium bzw. in einer separaten Sachverhaltsdarstellung zu klären, welche Rolle Mag. Krumpel, Sektionschef Pilnacek, Ex Justizminister Wolfgang Brandstätter, Nationalratspräsident und Ex Innenminister Wolfgang Sobotka, OStA Hofrat Dr. Klackl, OStA Michael Schön und das Justizministerium etc. bei der Einstellung der Verfahren gegen Lyoness / myWorld gespielt haben.

Nach den geleakten Pilnacek /Brandstätter Chats (Bericht in den Medien) dürfte es doch eine Firma in der Firma im Justizministerium tätig gewesen sein.

Jedenfalls muss in der “Causa Lyoness” damals viel Druck auf die Justiz ausgeübt worden sein muss – um diese Sachverhalte, welche auch aufgrund eines Sachverständigengutachtens eindeutig belegt wurden, einzustellen.

Unseren Informationen zufolge werden in den nächsten Tagen Sachverhaltsdarstellungen bei der WKStA Wien und weiteren in- und ausländischen Behörden gegen Freidl, Sedovnik und Kapun persönlich eingebracht werden.

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