Mario Kapun verabschiedet sich als CEO. Neue Austrittswelle bei Lyconet?

Ein Jahr ist nun vergangen seit unserem Bericht „Top-Marketer flüchten aus dem Märchenland.“ Wie BEKM berichtete, haben damals die Lyconet Level 8er Andreas Matuska, Giuliano Esposito und Ferhat Güngor das Vertriebsnetzwerk Lyconet, das in mehreren EU-Ländern als Schneeballsystem klassifiziert, abgeurteilt und verboten wurde, verlassen.  

Nun wirft auch Mario Kapun das Handtuch als CEO. Er war laut eigenen Angaben seit 2018 CEO von Lyconet und ist bei der Lyconet Global AG bis heute als Präsident des Verwaltungsrats und, zusammen mit Marko Sedovnik, als Prokurist eingetragen.  

In einem Video, in dem er mit dem Lyoness/Lyconet-Gründer Hubert Freidl auftritt, verabschiedet er sich vom Team. Angeblich soll Hubert Freidl das Zepter bei der Lyconet Global AG wieder übernehmen. Freidl spricht im Video in ausbaufähigem Englisch davon, Kapuns Entscheidung verstehen zu können, ihn künftig noch oft zu sehen und dass Kapun auf die ein oder andere Weise weiter involviert sein werde.  

Insiderinformationen aus Graz zufolge, die uns zugespielt wurden, soll Mario Kapun Lyconet nicht komplett den Rücken kehren, sondern anderweitig und etwas mehr im Hintergrund agieren. Sein Rückzug als CEO sei offiziell darauf zurückzuführen, dass er in ein anderes Land umziehe.  

Bedeutet das die Rückkehr des nach Monaco ausgewanderten Hubert Freidl, der sich in den letzten Jahren bei Positionen mit Verantwortung eher zurückhielt? Läuft Hubert Freidl zu alter Größe im Vertrieb auf, wo er sein Team (laut ehemaligen Ermittlungsakten der WKStA) mit Sprüchen wie „Gemma Deppen einsammeln“ motivierte? Im Lyconet-Blätterwald scheint es wieder einmal ordentlich zu rascheln. Man kann also nur gespannt bleiben auf die Informationen der nächsten Wochen und Monate.