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DAO1 unter Druck: Neue Projekte trotz internationaler Warnungen

10. Mai 2025

DAO1, ein Blockchain-Projekt mit dem Anspruch auf Community-Beteiligung und technologischer Innovation, gerät international zunehmend unter regulatorischen Beschuss. Während neue Produkte wie KI-basierte Anlageberatung und ein Venture-Fonds für Start-ups vorgestellt werden, haben mehrere Aufsichtsbehörden öffentlich vor dem Geschäftsmodell gewarnt und ziehen Parallelen zu bereits bekannten Strukturen aus dem Krypto-Sektor.

Behördliche Warnungen aus Australien, Neuseeland und Nordamerika

Besonders deutlich äußerte sich zuletzt die australische Finanzaufsicht ASIC. In ihrer Mitteilung vom 2. Februar 2025 stellte sie fest, dass DAO1 in Australien ohne die notwendige Finanzdienstleistungslizenz tätig sei – ein potenzieller Verstoß gegen geltendes Finanzrecht. Die Behörde riet potenziellen Investoren ausdrücklich zur Vorsicht.

Bereits zuvor, am 30. Januar, hatte die neuseeländische Financial Markets Authority (FMA) DAO1 auf ihre öffentliche Warnliste gesetzt. Als Begründung nannte sie das Fehlen eines Eintrags im offiziellen Financial Service Providers Register, überhöhte Renditeversprechen sowie eine mangelnde Transparenz hinsichtlich zentraler Projektinformationen.

Auch in Nordamerika reagierten Aufsichtsstellen: In den USA und Kanada ist DAO1 nach Informationen der Alberta Securities Commission nicht zum Vertrieb von Finanzprodukten zugelassen. Laut öffentlich zugänglichen Materialien aus dem Umfeld von GSB – einem Unternehmen, aus dem DAO1 hervorgegangen sein soll – wurden entsprechende Vertriebsaktivitäten dort eingestellt.

Projektkontinuität oder strategisches Rebranding?

Einige Branchenbeobachter sehen in DAO1 kein vollständig neues Projekt, sondern vielmehr eine strategische Neuausrichtung oder Umbenennung eines bestehenden Netzwerks. So wird in öffentlich zugänglichen Recherchen ein Zusammenhang mit GSPartners hergestellt – einem Unternehmen, das in mehreren Ländern wegen mutmaßlich unzulässiger Vertriebspraktiken unter Beobachtung steht.

Im Zentrum dieser Debatte steht Josip Heit, Gründer der GSB Gold Standard Group. Recherchen mehrerer unabhängiger Quellen legen nahe, dass Heit auch hinter DAO1 eine maßgebliche Rolle spielt – offiziell bestätigt ist das bislang jedoch nicht. Heit wurde in der Vergangenheit mit ambitionierten Krypto- und Vertriebsprojekten in Verbindung gebracht, die unter anderem in den USA von Behörden untersucht wurden.

Neue Produkte trotz regulatorischem Gegenwind

Trotz dieser Vorgeschichte und klarer behördlicher Hinweise auf regulatorische Risiken kündigt DAO1 weitere Produkte an. Geplant ist unter anderem die Einführung eines Governance-Tokens über das Launchpad YFDAI, begleitet von einer Notierung auf der dezentralen Börse Uniswap.

Auch ein sogenanntes „Hybrid Advisory“-System ist in Vorbereitung – laut DAO1 eine KI-gestützte Plattform zur Bewertung von Blockchain-Projekten. Darüber hinaus soll ein „Crypto Venture & Startup Fund“ aufgelegt werden, mit dem Community-Mitglieder sich an Frühphasenprojekten beteiligen können. Wie diese Investitionen strukturiert und rechtlich abgesichert sind, bleibt bislang unklar.

Fazit: Hohe Risiken und offene Fragen

Die zeitgleiche Einführung neuer Finanzprodukte bei wachsender regulatorischer Kritik sollte potenzielle Anleger zur Vorsicht mahnen. Die dokumentierten Warnungen internationaler Behörden sprechen eine deutliche Sprache: DAO1 operiert in mehreren Ländern ohne erkennbare Lizenzierung, mit einem Modell, das teilweise an bekannte Hochrisikostrukturen erinnert.

Die Kombination aus Intransparenz, aggressivem Marketing und struktureller Nähe zu bereits kritisierten Netzwerken legt nahe, dass Anleger hier besondere Vorsicht walten lassen sollten.

Quellen:

  1. Australian Securities and Investments Commission (ASIC): DAO1 warning – 2. Februar 2025
  2. Financial Markets Authority (Neuseeland): DAO1 warning – 30. Januar 2025
  3. Recherchen aus öffentlich zugänglichen Quellen zu DAO1, GSPartners und Josip Heit
  4. DAO1-Website: Produktankündigungen „Hybrid Advisory“ & „Startup Fund“
  5. AICoin: YFDAI-Launchpad-Ankündigung
  6. Alberta Securities Commission (Kanada)

Hinweis: Und wie immer gilt, die Betroffenen können sich gerne dazu äußern, oder wenn jemand mehr oder andere Informationen dazu hat, kann er sie uns gerne mitteilen. Wir sind nicht daran interessiert, falsche Behauptungen aufzustellen und unser vorrangiges Ziel bleibt die Bereitstellung einer vollständigen Dokumentation.

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information, journalistischen Analyse und unabhängigen Meinungsbildung im Sinne von Artikel 5 des Grundgesetzes sowie § 51 UrhG (Zitatrecht). Sämtliche Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen, offiziellen Mitteilungen und sorgfältiger redaktioneller Recherche. Trotz größter Sorgfalt übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der enthaltenen Informationen.

Die Nennung von Unternehmen, Personen oder Projekten erfolgt auf der Grundlage überprüfbarer Recherchen sowie deutlich als solche gekennzeichneter Meinungsäußerungen. Die Veröffentlichung steht unter dem Schutz der verfassungsrechtlich garantierten Pressefreiheit. Mitwirkende Quellen unterliegen dem redaktionellen Quellenschutz gemäß journalistischer Standards.

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