Vom XPASS zur Recovery-Lizenz – Wie XPro seine Käufer an interne Guthaben bindet!
Ein Produkt wird eingestellt, bevor es Fuß fasst!
Das Unternehmen XPro hat überraschend die Einstellung seines Produkts XPASS bekannt gegeben, nur wenige Wochen nach dessen Verkauf. In einer Mitteilung an die „XPro-Community“ heißt es, man habe sich im Zuge einer „strategischen Neuausrichtung“ entschieden, XPASS vorerst nicht mehr anzubieten.
Für Käufer, die das Produkt noch im August erworben hatten, bedeutet dies eine unmittelbare Entwertung: Das erworbene Produkt existiert nicht mehr.
Alternative: Recovery-Programm statt Erstattung
Als Ausweichoption wird den Betroffenen eine Umwandlung ihrer USX in USXRP angeboten. Diese spezielle interne Tokenvariante kann genutzt werden, um eine Lizenz für das neue „Recovery-Programm“ zu erwerben. Das Schreiben verweist die Nutzer dafür ausdrücklich auf ihre „Upline“, „Leader“ oder regionale „Sales Directors“. Kritiker sehen darin ein weiteres Indiz für den MLM-Charakter des Vertriebs.
In der offiziellen Mitteilung von XPro heißt es zusätzlich in fettgedrucktem Text: „Keine Sorge, Ihr verbleibendes USX-Guthaben wird an Ihr Backoffice überwiesen.“
Obwohl dies beruhigend wirken soll, weisen Branchenanalysten darauf hin, dass die Hervorhebung dieses Satzes in offiziellen Mitteilungen ungewöhnlich ist. Dies wirft Fragen auf, warum eine solche Versicherung als notwendig erachtet wurde.
Darüber hinaus geht aus den Details hervor, dass die Teilnahme am Recovery-Programm einen zusätzlichen Kauf in USDC (Stablecoin) erfordert. Mitglieder müssten also erneut Kapital investieren, bevor sie Zugang zu potenziellen Renditen erhalten.
Alte Namen, neues Dach
Das Recovery-Programm richtet sich primär an Mitglieder früherer Unternehmen – darunter WeWe Global, The Blockchain Era (TBE), Kmall und Xera. Diese Plattformen waren zuvor mit der Sperrung von Mitgliedergeldern in Verbindung gebracht worden. Auch Safir und Zaniq sind inzwischen unter dem Dach von Homnifi eingeordnet, wo sich XPro nun als „MLM-Plattform“ präsentiert.
Branchenbeobachter warnen, dass solche mehrschichtigen Strukturen die Rechenschaftspflicht und Transparenz für Mitglieder erheblich erschweren.
Neue Pakete, alte Risiken
Parallel kündigte XPro neue Produkte an, die Mitte September starten sollen und für die ebenfalls USX akzeptiert wird. Mitgliedern, die überlegen, ob sie am Recovery-Programm teilnehmen sollen, empfehlen Experten ausdrücklich, vor einer weiteren Einzahlung gründliche Due Diligence zu betreiben und sich mit den Risiken von Liquiditätspools vertraut zu machen. Entgegen der Darstellung des Unternehmens handelt es sich dabei nicht um eine „risikofreie Investition“.
Strategische Neuausrichtung oder Zwang zur Reinvestition?
Zwischen den Zeilen ergibt sich ein deutliches Bild:
- Käufer eines eingestellten Produkts erhalten kein Bargeld zurück, sondern nur interne Guthaben.
- Diese Guthaben können ausschließlich für neue Pakete oder Lizenzen innerhalb des Systems eingesetzt werden.
- Eine echte Wahlmöglichkeit besteht nicht – das Kapital bleibt an das Ökosystem gebunden.
Juristische Einordnung
Nach gängiger Rechtsprechung gilt: Wer Verbrauchern ein Produkt verkauft, das kurz darauf eingestellt wird, muss mit Rückforderungsansprüchen rechnen. Eine reine interne Gutschrift ersetzt die zivilrechtliche Pflicht zur Rückzahlung des Kaufpreises nicht.
Sollte XPro seinen Kunden die freie Verfügung über ihr Geld verweigern, könnte dies nach Auffassung von Juristen ein wesentlicher Streitpunkt werden.
Fazit
Die Kommunikation von XPro legt offen, dass Käufer von XPASS faktisch zur Reinvestition gedrängt werden:
- Das Produkt wird eingestellt, kaum dass es verkauft wurde.
- Eine Auszahlung gibt es nicht – nur interne Token-Gutschriften.
- Wer sein Guthaben nutzen möchte, muss es erneut in XPro-Produkte investieren.
Während das Unternehmen seine Entscheidung als „strategische Neuausrichtung“ darstellt, bleibt für viele Betroffene die bittere Erkenntnis: Aus einem gekauften Produkt wird eine unfreiwillige Lizenzfinanzierung.
Hinweis: Die Redaktion weist darauf hin, dass die Angaben zur angeblichen Einstellung von XPass und der Einführung eines Recovery-Programms mit USXRP bislang nicht durch öffentliche Quellen belegt sind. Sie beruhen nach aktuellem Stand auf interner Kommunikation und Nutzerberichten. Offiziell verfügbar und belegbar sind lediglich die Dokumentationen zur XPass-Mitgliedschaft, zur Verwendung von USX sowie die Hinweise auf die technische Anbindung an Homnifi. Die Redaktion hat XPro/Homnifi um Stellungnahme gebeten; eine Antwort lag bis Redaktionsschluss nicht vor.
Quellenbox
- XPro-Wiki (Produktseite „XPass“) – beschreibt XPass weiterhin als aktive Mitgliedschaft mit USX-Zahlung (zuletzt aktualisiert: Juli/August 2025).
- XPro-Wiki (Reports/April 2025) – bestätigt USDC-Einzahlungen, Umwandlung in USX und Bezahlung von Tickets/Events über das Backoffice.
- XPro-Wiki (Shop Management) – verweist auf Gebühren und Homnifi-Login.
- Homnifi-Dokumentation (April 2025) – meldet „XPRO: Sync Fully Restored“ und beschreibt die technische Integration von XPro in Homnifi.
- FMA Neuseeland (Warnung, April 2025) – warnt offiziell vor XPro, Homnifi, Shiiro und B2Pay als unregulierte Angebote.
- Hintergrundberichte (u. a. BehindMLM, Decripto 2025) – stellen die Verknüpfung zwischen Homnifi und früheren Projekten wie Xera Pro dar.




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