Das Schweigen der Token: Frust in der Safir/ZENIQ-Community
Während ehemalige Safir/ZENIQ- und XPRO-Investoren inzwischen bereits für das nächste Projekt – TAG Markets – gewonnen werden sollen, wächst in den Telegram-Gruppen der früheren Community der Frust. Aktuelle Diskussionen zeigen ein Bild, das sich deutlich von den einstigen Werbeversprechen unterscheidet: Anleger berichten seit Monaten und sogar Jahren von verschwundenen Token, fehlenden Ansprechpartnern und der Sorge, mit ihren Fragen allein gelassen zu werden.
Safir/ZENIQ: Hilferufe statt Erfolgsgeschichten
In den Telegram-Gruppen rund um Safir/ZENIQ, XPRO, AVINOC/VOO und die NOMO-App häufen sich derzeit Beiträge von Nutzern, die über Probleme mit ihren Token, fehlende Ansprechpartner und ausbleibende Antworten berichten. Was einst als Teil eines großen Krypto-Ökosystems mit ambitionierten Zukunftsversprechen beworben wurde, ist für viele Investoren inzwischen vor allem eines: eine Quelle wachsender Unsicherheit.
Immer wieder schildern Nutzer, dass Token in der App nicht mehr sichtbar seien oder sie nicht wüssten, an wen sie sich mit ihren Fragen wenden können. Andere Community-Mitglieder versuchen zwar mit technischen Hinweisen zu helfen, doch die Diskussionen drehen sich längst nicht mehr nur um Wallet-Einstellungen oder Software-Updates.
Vom technischen Problem zur Grundsatzfrage
Für viele Anleger geht es inzwischen nicht mehr um die Frage, ob sich einzelne Token wieder einblenden lassen. Viel grundsätzlicher ist die Sorge, welchen tatsächlichen Wert die in der NOMO-App angezeigten Vermögenswerte heute überhaupt noch besitzen.
Mehrere Teilnehmer schildern, dass sie ihre Investitionen über die Jahre von einem Projekt in das nächste übertragen haben – von Safir über SGI und Zeniq bis hin zur NOMO-App. Immer wieder sei die Hoffnung geweckt worden, dass die jeweiligen Token künftig an Wert gewinnen oder einen konkreten Anwendungsfall erhalten würden.
Heute stehen für viele zwar weiterhin Bestände in der App, doch zahlreiche Nutzer fragen sich, welchen praktischen Nutzen diese Token tatsächlich noch haben.
Wo sind VOO, AVINOC und die anderen Projekte?
Hinzu kommt ein weiterer Punkt, der von vielen Investoren inzwischen kritisch gesehen wird. Die NOMO-App listet eine Vielzahl von Token-Projekten, die in den vergangenen Jahren als Bestandteil eines größeren Ökosystems präsentiert wurden – darunter unter anderem VOO, AVINOC sowie weitere bekannte Namen aus dem Safir- und Zeniq-Umfeld.
Aus Sicht vieler Anleger ist von diesen Projekten heute jedoch kaum noch etwas zu hören. Zwar existieren teilweise weiterhin offizielle Webseiten oder Social-Media-Kanäle, doch regelmäßige öffentliche Updates mit nachvollziehbaren Fortschritten, einer aktiven Community oder konkreten Anwendungsfällen sind für viele Nutzer kaum erkennbar.
Die Folge ist eine naheliegende Frage: Welchen tatsächlichen wirtschaftlichen Nutzen haben diese Token heute noch? Eine Antwort darauf gibt den Investoren offenbar niemand.

Kritische Fragen scheinen unerwünscht?
In der Diskussion wurde außerdem mehrfach die Vermutung geäußert, kritische Stimmen seien in verschiedenen Gruppen nicht willkommen oder würden zunehmend verschwinden. Ob dies tatsächlich systematisch geschieht, lässt sich anhand der uns vorliegenden Informationen nicht belegen.
Bemerkenswert ist jedoch, dass bereits die Wahrnehmung mangelnder Transparenz genügt, um das Vertrauen innerhalb einer Community nachhaltig zu beschädigen. Gerade bei Projekten, die über Jahre mit starken Zukunftsversprechen beworben wurden, erwarten Anleger nachvollziehbare Informationen – insbesondere dann, wenn Fragen zum Verbleib ihrer Investments auftreten.
Während alte Fragen bei Safir/ZENIQ offenbleiben, wird bereits TAG Markets beworben
Besonders auffällig ist der zeitliche Zusammenhang. Während ehemalige Investoren noch über nicht mehr angezeigte Token, fehlende Ansprechpartner und den praktischen Wert ihrer Bestände diskutieren, werben zahlreiche frühere Top-Promoter aus dem Lyoness-, Lyconet-, Safir- und Zeniq-Umfeld bereits intensiv für TAG Markets, CopyX, Sonic AI und sogenannte Amplified Accounts.
Die Namen der Projekte ändern sich. Die Vertriebsstrukturen und viele der handelnden Personen hingegen bleiben dieselben. Wieder stehen große Chancen, technologische Innovationen und außergewöhnliche Renditeaussichten im Mittelpunkt der Präsentationen. Viele der offenen Fragen aus früheren Projekten bleiben dagegen unbeantwortet.

Ein Muster, das Anleger kennen sollten
Wer die Entwicklung der vergangenen Jahre verfolgt hat, erkennt ein wiederkehrendes Muster. Nach Lyoness folgten Lyconet und myWorld. Danach kamen Safir, Zeniq, XPRO, AVINOC, VOO, NOMO und noch einige mehr. Heute stehen TAG Markets, Sonic AI und Copy Trading im Mittelpunkt.
Jedes neue Projekt wird als die nächste große Chance präsentiert. Gleichzeitig hoffen viele Anleger noch immer darauf, dass sich frühere Versprechen irgendwann erfüllen.
Fazit
Die aktuellen Diskussionen in den NOMO-Gruppen sind weniger wegen einzelner technischer Probleme bemerkenswert als wegen der Stimmung, die sie widerspiegeln. Aus Euphorie ist bei vielen Investoren Ernüchterung geworden.
Statt Erfolgsgeschichten dominieren Fragen nach verschwundenen Token, ausbleibenden Entwicklungen und fehlenden Ansprechpartnern. Und während zahlreiche Anleger noch auf Antworten zu den alten Projekten warten, richtet sich der Vertrieb längst auf das nächste große Versprechen aus.
Gerade deshalb lohnt es sich, neue Angebote nicht nur anhand ihrer Marketingbotschaften zu bewerten, sondern auch einen Blick auf die Geschichte ihrer wichtigsten Protagonisten und die Bilanz früherer Projekte zu werfen. Denn Vertrauen entsteht nicht durch immer neue Visionen – sondern durch nachvollziehbare Ergebnisse.
Hinweis:
Dieser Beitrag basiert auf öffentlich zugänglichen Quellen, dokumentierten Nutzerberichten und redaktioneller Analyse. Er dient der Information der Öffentlichkeit und fällt unter die Presse- und Meinungsfreiheit gemäß Art. 5 GG, Art. 10 EMRK und Art. 85 DSGVO. Tatsachen und Bewertungen wurden sorgfältig getrennt und entsprechend gekennzeichnet.
Quellen
- Öffentliche Profile der genannten Projekte (u.a. Youtube, Facebook, Telegram-Kanäle), Stand der Recherche: Juli 2026
- Eigene redaktionelle Auswertung von Webinaren, Marketingmaterialien und Anlegerberichten.












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