Konkurs der Lyoness Europe AG: Das unglückliche Los der Einzelkläger und ein frustrierter Konkursverwalter!
Bereits Ende 2023 wurde der Konkurs der in der Schweiz ansässigen Lyoness Europe AG & Lyoness International AG bekanntgegeben, woraufhin das Konkursverfahren eingeleitet wurde. Der Konkursverwalter, der mit der Abwicklung des Falls betraut ist, ist wahrlich nicht zu beneiden. Seine Nerven liegen blank, denn diese Aufgabe erweist sich nicht nur als äußerst mühsam, sondern stellt ihn auch vor große Hürden. Trotz intensiver Bemühungen ist es ihm bisher nur gelungen, etwa 110.000 Schweizer Franken beizutreiben. Diese Summe reicht gerade einmal aus, um die bisherigen Konkurskosten zu decken.
Die bisher ca. 800 Gläubiger mit ihren einzelnen Forderungen stehen nun vor einer gewaltigen Herausforderung. Die Prüfungen der Forderungen durch den Konkursverwalter wird voraussichtlich noch bis Mitte 2025 andauern, so groß ist die Masse an Ansprüchen. Dass Hubert Freidl in seiner Aussage bei der Staatsanwaltschaft weiterhin behauptet, nur sehr wenige Kunden seien unzufrieden, grenzt an pathologischer Realitätsverweigerung.
Dieses Fiasko verdeutlicht ein zentrales Problem: Das von Lyoness proklamierte große Vermögen der sogenannten Einkaufsgemeinschaft ist schlichtweg nicht vorhanden. Während die Firma jahrelang von großen Gewinnen sprach und neue Mitglieder mit Versprechungen eines passiven Einkommens köderte, zeigt sich jetzt, dass viele Gläubiger leer ausgehen werden. Wie zahlreiche Gerichtsurteile und Wirtschaftsgutachten belegen, die Einkaufsgemeinschaft ist ein reines Scheingebilde, die Werbung neuer Mitglieder stellt den tatsächlichen Kernbetrieb dar.
In der Schweiz ist die Tatsache brisant, dass der Konkursverwalter nicht nur mit den unzähligen Forderungen zu kämpfen hat, sondern auch mit der Intransparenz der gesamten Firmenstruktur. Die Dokumente, die ihm zur Verfügung stehen, sind voller Lücken und Fehler, was seine Arbeit massiv erschwert. Es fehlen entscheidende Unterlagen, was die Aufgabe der Prüfung erschwert. Hinzu kommt, dass die Mitwirkungspflicht von Hubert Freidl und anderen Verantwortlichen nicht erfüllt wird. Statt die Arbeit des Konkursverwalters zu unterstützen, wird dieser förmlich blockiert. Ein Vorgehen, das an ähnliche Fälle in Ländern wie Norwegen und Südafrika erinnert, wo ebenfalls lückenhafte Dokumentationen und fehlende Zusammenarbeit mit den Behörden auffielen.
Wie wir bereits im Februar berichteten, enthüllte ein Wirtschaftsgutachten, dass über 50 Unternehmen mit der Lyoness Europe AG verknüpft sind und rund 6 Millionen Schweizer Franken nicht zugeordnet werden können. Darüber hinaus wird deutlich, dass sich Freidl und seine Mitstreiter offenbar jahrelang an den Firmenmitteln bedient haben. Die Summe, die Freidl dem Unternehmen schuldet, wird auf über 30 Millionen Schweizer Franken geschätzt – eine Zahl, die das volle Ausmaß des Missmanagements und der mutmaßlichen Selbstbereicherung unterstreicht.
Für die betroffenen Gläubiger stellt sich nun die Frage, ob und wann sie jemals ihr Geld sehen werden. Während der Konkursverwalter nach den fehlenden Geldern sucht, scheint es, als seien alle Spuren gezielt verwischt worden. Die großzügigen Darlehen, die in der Vergangenheit an Dritte und nahestehende Personen vergeben wurden, verschärfen die Lage zusätzlich.
Der gesamte Fall zeigt einmal mehr, wie leichtfertig mit den Geldern von Mitgliedern und Gläubigern umgegangen wurde. Einzelkläger wurden prozessual isoliert, mit regelmäßig neuen Verträgen, Vereinbarungen und Zusatzvereinbarungen überhäuft, um die Gläubiger mit einem Konkurs leer ausgehen zu lassen. Aber nicht uns!





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