Abschaltung von myWorld- und Lyconet-Webseiten – Behörden nehmen weitere Online-Präsenzen ins Visier
Die offiziellen Webseiten von myWorld und Lyconet sind seit heute (28. August 2025) nicht mehr erreichbar. Nach übereinstimmenden Hinweisen wurden die Auftritte von Behörden abgeschaltet, nachdem festgestellt worden war, dass dort weiterhin Werbung für das Unternehmen betrieben wurde. Für viele Marketer und Endkunden bedeutet dies, dass gewohnte Zugangsmöglichkeiten plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehen.
Hintergrund: Fortgesetzte Werbung trotz Verfahren
myWorld und Lyconet waren und sind Gegenstand von Untersuchungen und Verfahren in verschiedenen europäischen Ländern. Bereits mehrfach hatten Aufsichtsbehörden versucht, die Vertriebsstrukturen zu stoppen, und Gerichte haben mehrfach Urteile gefällt. Das Geschäftsmodell wurde dabei teils als „Schneeballsystem“ oder als unzulässige Finanzdienstleistung bewertet.
Trotz dieser rechtlichen Auseinandersetzungen wurde über die offiziellen Webseiten weiterhin aktiv für die Teilnahme am System geworben, ein Umstand, der nun offenbar zu den aktuellen Maßnahmen geführt hat.
Hinweis zur Website-Situation
Uns ist bekannt, dass unmittelbar nach der Deaktivierung der Webseiten viele ehemalige Marketer ihre Daten aus dem System sichern wollten. Nach aktuellem Kenntnisstand kann deshalb nicht ausgeschlossen werden, dass die Webseiten für eine kurze Zeit nochmals aktiviert werden. Ob dies tatsächlich geschieht, wird jedoch an anderer Stelle entschieden und liegt nicht in der Verantwortung der bisherigen Betreiber.
Normalfall oder Sonderfall?
In gewöhnlichen Insolvenzverfahren ist es üblich, dass die Webseiten eines Unternehmens zunächst bestehen bleiben und lediglich mit einem Hinweis auf das Verfahren versehen werden. Oft wird dort auf den zuständigen Insolvenzverwalter verwiesen, um Transparenz für Kunden und Gläubiger zu gewährleisten.
Eine vollständige Abschaltung der Online-Präsenz erfolgt normalerweise nur dann, wenn unter anderem Inhalte eine fortgesetzte Täuschung ermöglichen würden.
Dass myWorld und Lyconet nun gänzlich offline sind, deutet deshalb auf eine besondere Situation hin: Offensichtlich sahen die Behörden die Gefahr, dass über die Webseiten weiterhin neue Teilnehmer angeworben oder bestehende Verträge verlängert werden könnten. Damit unterscheidet sich die Maßnahme deutlich vom üblichen Vorgehen bei Konkursfällen.
Betroffene Plattformen
Nach bisherigem Stand betrifft die Abschaltung die zentralen Domains von myWorld und Lyconet. Für Kunden und Marketer waren diese nicht nur Informationsquellen, sondern auch Zugangsschnittstellen für interne Funktionen, Vertragsunterlagen und Marketingmaterialien.
Nach Angaben aus informierten Kreisen wird derzeit geprüft, auch gegen weitere Online‑Präsenzen vorzugehen, die im Zusammenhang mit den Aktivitäten von myWorld und Lyconet stehen. Besonderes Augenmerk dürfte dabei auf „Cashback Universe“ liegen – einer Plattform, auf der sich ehemalige Nutzer mit ihren Lyconet-/myWorld-Zugangsdaten anmelden können, um einen Key (Schlüssel) zu erhalten, mit dem ihr TLN-Account aktiviert wird. Experten sehen darin eine mögliche Umgehung der Insolvenzmasse, da Zugangsdaten und erworbene Pakete nach gängiger Rechtsordnung Teil des Insolvenzvermögens sind und nicht einfach transferiert werden dürfen.
Konsequenzen für Marketer und Kunden
Die Maßnahmen verschärfen die ohnehin angespannte Lage für Marketer, die ihre Geschäftsmodelle auf die Plattformen ausgerichtet hatten. Ohne funktionierende Zugänge verlieren sie auch den Zugriff auf Vertragsunterlagen und interne Daten.
Wir hoffen daher, dass alle Betroffenen ihre relevanten Daten bereits rechtzeitig aus dem Backoffice gesichert haben, da ein nachträglicher Zugang derzeit nicht mehr möglich ist.
Fazit
Die Abschaltung der Webseiten von myWorld und Lyconet zeigt, dass Behörden nun entschlossener gegen die Online-Präsenz der Gruppe vorgehen. Während in „normalen“ Insolvenzverfahren Webseiten oft bestehen bleiben, markiert das Vorgehen hier eine deutliche Verschärfung. Sollte es tatsächlich zu weiteren Sperren kommen, dürfte sich die Situation für bestehende Marketer und Kunden weiter zuspitzen.
Hinweis:
Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information, journalistischen Analyse und unabhängigen Meinungsbildung im Sinne von Artikel 5 GG sowie Art. 10 EMRK und § 51 UrhG (Zitatrecht). Sämtliche Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen, offiziellen Mitteilungen und sorgfältiger redaktioneller Auswertung. Eine abschließende rechtliche Würdigung bleibt den zuständigen Gerichten und Behörden vorbehalten. Trotz größter Sorgfalt übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der enthaltenen Informationen.
Quellen (Stand 08/2025)
- Richtlinie 2005/29/EG über unlautere Geschäftspraktiken – Annex I listet „Pyramidensysteme“ ausdrücklich als unzulässige Praxis.
- Richtlinie 2014/65/EU (MiFID II) – regelt erlaubnispflichtige Finanzdienstleistungen. Bei Token- oder Investmentversprechen kann ohne Lizenz ein unerlaubtes Geschäft vorliegen.
- FinTelegram: „Scandal in Shopping Paradise – MyWorld’s Meltdown Exposes the Lyoness Pyramid Echoes and Crypto Shadows“, 02.09.2025.
- Oberster Gerichtshof Österreich, Urteil vom 22.01.2025 – juristisch bindende Einstufung als Pyramidensystem.
- AGCM Italien, Entscheidung 2018 – Millionenstrafe wegen Pyramidenspiel und irreführender Werbung.
- Lotteri- og stiftelsestilsynet Norwegen – behördliche Untersagung als „illegal scheme“.












Hier wird wieder mal Blödsinn verzapft. Eine Anmeldung bei Cashback Universe ist de facto NICHT MÖGLICH!! Es geht hier lediglich darum einen Key zu bekommen der den Account bei TLN aktiviert ………. BEKM at its best ….. Halbwahrheiten und Hetzte
Nichts desto Trotz ist das was Freidl & Co abziehen eine Farce!
INSIDE! Sachliche Kommentare begrüßen wir immer und bedanken uns für diesen Hinweis. Natürlich ändert das alles, und Hubert Freidl ist, mit ein paar kleinen Fehlern, in der Opferrolle zu verorten. Wenn Sie sich anmaßen, hier über Halbwahrheiten zu klagen und von Hetze zu sprechen, dann führen Sie sich einmal vor Augen, wie zwanzig Jahre lang ein betrügerisches System die Kunden mit glatten Lügen über den Tisch gezogen hat. Wie nennen Sie das dann bitte, außer einer Farce? Was ist in diesem Artikel jetzt Hetze?
Das sind mir ja immer die richtigen Kommentatoren, die sich hinter der Anonymität verstecken und mit ihrer verkorksten Wahrnehmung wagen, andere zu kritisieren.
Hallo ,und wie geht es weiter. Die Webseite ist nicht erreichbar, was soll ich machen? . Liebe Grüße Trajko.
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