WADZ: Recovery, Lizenzkauf, Uniswap – der Faktencheck für Safir-/Zeniq-/XeraPro-Nutzer !
Ein kritischer Blick auf das „WADZ“-Modell und warum Geschädigte von Safir, Zeniq und XeraPro erneut ins Visier genommen werden.
Die Altlast: Safir, Zeniq und XeraPro
Viele tausend Kleinanleger in Europa, besonders im deutschsprachigen Raum, haben Geld in die angeblichen Zukunftsprojekte Safir, Zeniq und XeraPro investiert. Ihnen wurde ein innovatives Ökosystem aus Blockchain, eigener Bankkarte, Handelsplattform und Token in Aussicht gestellt. Tatsächlich entpuppte sich das Ganze als klassisches Multi-Level-Marketing (MLM)-System, das stark auf Schneeballsystem-Mechaniken setzte: Anleger warben neue Anleger, während die versprochenen Produkte kaum über eine Fassade hinausgingen. Am Ende blieb für viele nur ein Totalverlust.
Der neue Köder: WADZ
Nun tritt mit WADZ eine neue Plattform auf, die gezielt das Vertrauen dieser Geschädigten anspricht. Im offiziellen „Participation Guide“ wird WADZ als „seriöses DeFi-Tool“ verkauft, das angeblich unabhängig von Marktzyklen passives Einkommen generiere.
Das Geschäftsmodell klingt auf den ersten Blick professioneller als die alten MLM-Versprechen:
- Nutzer kaufen eine Lizenz, um teilnehmen zu dürfen.
- Sie müssen Liquidität bereitstellen, die automatisch zu 50 % in USDC (Stablecoin) und 50 % in Ethereum (ETH) investiert wird.
- Diese Gelder sollen in DeFi-Liquiditätspools wie Uniswap fließen, wodurch angeblich rund um die Uhr Handelsgebühren verdient werden.
Warum das WADZ-Narrativ gefährlich ist
Auf den zweiten Blick zeigen sich jedoch deutliche Parallelen zu bekannten MLM- und Krypto-Maschen:
- Einstiegsbarriere über Lizenzkauf
Echte DeFi-Plattformen wie Uniswap oder Aave verlangen keine Lizenzen oder Upfront-Zahlungen. Der Lizenzkauf dient hier offenbar als neue „Einstiegshürde“, die Geldströme sichert – ganz ähnlich wie bei XeraPro. - Übertriebene Versprechen
Im Guide wird suggeriert, dass es „keinen schlechten Zeitpunkt“ gebe, einzusteigen. Risiken wie Impermanent Loss oder Smart-Contract-Gefahren werden verschwiegen. Stattdessen wird Ethereum als unvermeidlich langfristig steigend dargestellt. - Gezieltes Marketing an Geschädigte
WADZ nutzt ein Vokabular, das Vertrauen nach einem Verlust anspricht: „WADZ ist nicht für schnelle Gewinne“, „Nur für Geduldige, die an ETH glauben“ oder „Nicht in Panik verfallen, wenn es runtergeht“
Das klingt nach einer psychologischen Antwort auf die Verzweiflung der Safir-Opfer, die schnelle Rettung suchen, aber gleichzeitig Angst vor neuen Verlusten haben.
- Multi-Level-Komponente naheliegend
Auch wenn das PDF es nicht direkt anspricht, ist es im MLM-Umfeld typisch, dass Teilnehmer neue Investoren werben sollen – gegen Provision. Erfahrungsberichte von Ex-Teilnehmern deuten darauf hin, dass auch bei WADZ Strukturen zum Empfehlungsmarketing aufgebaut werden.
Parallelen zu alten Mustern
- Safir & Zeniq: „Innovative Blockchain-Produkte“ als Lockmittel, kaum Substanz.
- XeraPro: Lizenzmodelle und erzwungene Abos, kombiniert mit Pseudo-Trading.
- WADZ: Jetzt als „seriöses DeFi-Projekt“ getarnt, aber mit denselben strukturellen roten Flaggen: Lizenzgebühren, Heilsversprechen, psychologische Manipulation.
Fazit: Alte Wunden, neue Falle
WADZ versucht, den Krypto- und MLM-Geschädigten von Safir, Zeniq und XeraPro eine neue Hoffnung zu verkaufen – diesmal im Gewand von DeFi. Doch die Mechanismen sind dieselben: Lizenzen, vollmundige Renditeversprechen, Downplaying von Risiken und vermutlich eine Empfehlungsstruktur.
Wer schon einmal Geld in solchen Modellen verloren hat, sollte besonders wachsam sein: Das Muster wiederholt sich.
Hinweis:
Dieser Artikel basiert auf öffentlich zugänglichen Quellen, dokumentierten Beschwerden von Investoren und einer offiziellen Presseanfragen. Es handelt sich um eine journalistische Analyse. Alle Aussagen über rechtliche Risiken oder mögliche Vertragskonstellationen sind als Einschätzungen zu verstehen, nicht als abschließende Rechtsberatung. Betroffene sollten im Zweifel anwaltliche Beratung in Anspruch nehmen.
Quellen:
WADZ-Dokuseiten direkt und mit Datum (GitBook zeigt „Last updated“). Zitiere wörtliche Claims nur knapp: z. B. „A license is your key to accessing the WADZ platform“ / „automatically split 50% USDC + 50% ETH“.
Risiko-Passagen: auf Uniswap/IL-Quellen stützen; bei Ertragsversprechen stets mit dem eigenen Risk Disclosure von WADZ konfrontieren.
„Gezielte Ansprache Geschädigter“: Recovery-Programm-Seiten (Akzeptanz „Legacy Tokens“, Homnifi-Promo, Umwandlung in nicht übertragbare WADZ-Balances). wadz.gitbook.io
MLM/Strukturmuster & Regulierungsumgehung: FMA/ASIC-Warnungen als harte Belege; BEKM & IYE Global als ergänzende Doku/Chronik. IYE Global+4Financial Markets Authority+4Moneysmart+4
BXPay-Bezug: im WADZ-Recovery-Package ausdrücklich genannt (virtuelle Karte); das stützt die These, dass BXPay im Umfeld als Perk/Benefit vermarktet wird – ohne belegte Karten-Lizenz von BXPay selbst. (Zur Lizenzfrage siehe unsere gesonderte Prüfung.)
Neuseeland FMA – offizielle Warnung zu XPro & assoziierten Anbietern (Shiiro Academy, B2Pay, Homnifi): „Multi-level marketing schemes offering financial services without registration“. Financial Markets Authority
Australien ASIC (Moneysmart Investor Alert List) – Warnung zu Xera/XPro (unlizenziert, dürfen keine Investments anbieten). Moneysmart
Australien ASIC – Investor Alert List – Warnung zu Homnifi (homnifi.com). Moneysmart













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