Das Hydra-Prinzip: Safir/ZENIQ, Xera, XPRO und nun CONNECT
Wie ein altbekanntes Netzwerk mit immer neuen Etiketten auf Neukundenakquise geht: Es ist ein digitales Schattenspiel, das sich über Kontinente erstreckt. Während Finanzaufsichtsbehörden weltweit noch die Trümmer der Vergangenheit sortieren, hat sich eines der hartnäckigsten Krypto-MLM-Netzwerke der letzten Jahre bereits gehäutet. Unsere Recherchen zeigen: Die Hintermänner von Safir, Zeniq und Xera Pro ziehen mit CONNECT und RECOVERY die nächste Show ab – noch immer mit der immer gleichen Masche.

Phase 1: Die Flucht nach vorn – Aus Safir/ZENIQ & The Blockchain Era (ehem. WeWeGlobal) wird Xera
Jahrelang lockten die Konstrukte um Safir/ZENIQ und WeWeGlobal/The Blockchain Era Investoren mit dem Versprechen einer technologischen Revolution: Eigene Hubs, eine eigene Blockchain und die Tokenisierung von Sachwerten oder Immobilien. Doch während die versprochenen Renditen für viele ausblieben und Warnungen von Regulierungsbehörden zunahmen, vollzogen die Drahtzieher einen klassischen „Exit-by-Rebranding“.
Nachdem der Verdacht auf betrügerische Aktivitäten bei Safir/ZENIQ und WeWeGlobal/The Blockchain Era öffentlich immer lauter geäußert wurde, fanden sich die Initiatoren zu Xera Pro zusammen. Neue Logos, neue Webseiten, neues Marketing-Konzept, aber – wie unsere Analyse des Netzwerks belegt – dieselben Akteure im Hintergrund. Teilweise verlieren sich ihre Spuren auf dem Weg, teilweise sind die Kompagnons von einst auch heute noch an der Spitze der Pyramide: Während Initiatoren wie Erwin Dokter (Safir/ZENIQ) recht bald von der Bildfläche verschwunden sind und andere wie Werner Kaiser oder Goran Hemstrom irgendwann auf der Strecke entlang anderer (oder alter) MLM-Schienen abgebogen sind, sieht man solche Stehaufmännchen wie José Gordo noch immer in erster Reihe. Die Strategie ist simpel: Wenn die alte Marke durch negative Berichte von Geschädigten und offizielle Warnungen verbrannt ist, baut man eine neue Kulisse auf, um die bestehende Community bei der Stange zu halten und frisches Kapital einzusammeln.
Phase 2: Das „Ecosystem“-Bluff
Das Organigramm des Netzwerks liest sich wie ein „Best-of“ moderner Krypto-Buzzwords. Von Desert Pearl (Immobilien) über Tupan (Umweltschutz) und Trading-Academies wie Shiiro und DLP bis hin zum Offshore-Banking mit bxpay – den Opfern wird suggeriert, sie seien Teil eines gigantischen, synergetischen Ökosystems.
In der Realität dient diese Komplexität nur einem Zweck: Verschleierung. Durch die ständige Einführung neuer Token und Plattformen wird eine zirkuläre Wirtschaft simuliert. Investoren werden dazu gedrängt, ihre „Erträge“ nicht auszuzahlen, sondern in das jeweils nächste „große Ding“ innerhalb des Netzwerks zu reinvestieren. So bleibt die Liquidität im System und dient primär zur Auszahlung der hohen MLM-Provisionen für die Top-Leader.
Phase 3: Die perfide „Recovery“-Falle von CONNECT
Der aktuellste und moralisch bedenklichste Schachzug ist der Start von CONNECT. Hier beobachten wir ein Muster, das in Ermittlerkreisen als „Recovery Scam“ bekannt ist.
Unter dem Deckmantel der „Wiederherstellung“ oder „Migration“ werden geschädigte Investoren der alten Systeme (Safir/Zeniq) angesprochen. Die Botschaft: „Diesmal machen wir alles richtig. Schließe dich Connect an, nutze unsere visionären Tools wie Homnifi oder bxpay, und du wirst deine alten Verluste nicht nur ausgleichen, sondern vervielfachen.“ Es ist der Versuch, die „Sunk Cost Fallacy“ der Opfer auszunutzen – das psychologische Phänomen, bei dem Menschen dazu neigen, schlechtem Geld gutes hinterherzuwerfen, in der Hoffnung, den ursprünglichen Verlust zu rechtfertigen.

Unser Fazit: Ein Kartenhaus im Wind
Das Netzwerk rund um Safir/ZENIQ, Xera, CONNECT und die unzähligen Partner-Token weist alle Merkmale eines hochprofessionellen, internationalen Schneeballsystems auf:
- Keine externe Wertschöpfung: Die Gewinne stammen fast ausschließlich aus den Einzahlungen neuer Mitglieder.
- Rekrutierungs-Fokus: Das Produkt ist zweitrangig, entscheidend ist der Aufbau der „Downline“.
- Ständige Metamorphose: Rebrandings dienen als Schutzschild gegen Behörden und kritische Presse.
Unsere Warnung bleibt bestehen: Wer in dieses Geflecht investiert, finanziert nicht die Technologie der Zukunft, sondern die Luxus-Lifestyles einer kleinen Elite an der Spitze der MLM-Pyramide.
Hinweis:
Dieser Beitrag basiert auf öffentlich zugänglichen Quellen, dokumentierten Nutzerberichten und redaktioneller Analyse. Er dient der Information der Öffentlichkeit und fällt unter die Presse- und Meinungsfreiheit gemäß Art. 5 GG, Art. 10 EMRK und Art. 85 DSGVO. Tatsachen und Bewertungen wurden sorgfältig getrennt und entsprechend gekennzeichnet.
Quellen
- CONNECT: connect.ac
- Eigene Verifizierung (Redaktion): Domain-/Firmenprüfung











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