TUPAN – Das „schwierigste Produkt“ in der Safir/ZENIQ-Pyramide
Wie bereits berichtet, bemühte sich Gernot Winter im jüngsten Safir/ZENIQ-Update-Call, eine klare Trennlinie zu ziehen: Safir, ZENIQ und ihre Nachfolgeplattformen hätten – ähnlich wie Amazon – lediglich als “Marktplätze” fungiert, die Verantwortung habe stets bei unabhängigen „Product Ownern“ gelegen. Investitionen habe es nicht gegeben, nur Produktkäufe – und damit auch keine Haftung.
Der TUPAN Token: Ein Lehrstück in Sachen Krypto-Scam
Winters Ausführungen sind sehr aufschlussreich, weil sie den Modus Operandi eines Krypto-Scam Systems erkennbar machen: Dafür findet sich wohl kein besseres Beispiel als der TUPAN Token, laut Winter das „schwierigste Produkt“ des gesamten Ökosystems.
TUPAN war zu Beginn eines der prominentesten Token-Projekte im Safir/ZENIQ-Ökosystem und wurde über die entsprechenden Vertriebskanäle angeboten. Es wurde als blockchain-gestützte Lösung zur Förderung nachhaltiger Entwicklung und Umweltschutzprojekt mit echtem Impact angepriesen. Schon bald waren die ursprünglich Verantwortlichen nicht mehr greifbar und innerhalb des ZENIQ-Ecosystems galt das Projekt bald als gescheitert. In der Zwischenzeit scheint das Projekt außerhalb des ZENIQ-Kontext reaktiviert worden zu sein: https://tupan.io/

Voucher statt Auszahlung: Die stille Abwicklung der TUPAN-Pleite
Ein weiteres Detail aus dem Call mit Gernot Winter und seinem Co-Host Irma Okanovic zeigt, wie TUPAN damals faktisch abgewickelt wurde – ohne dies offen als Scheitern zu kommunizieren. Laut Okanovic wurden Voucher für TUPAN-Hubs ausgegeben, um den Tausch gegen NOMO-Hubs zu ermöglichen – und der TUPAN-Token kann angeblich noch heute in ZENIQ oder AVINOC Token getauscht werden. Winter bezeichnet dies sinngemäß als eine Form der „Entschädigung“, die bereits stattgefunden habe.
Doch spätestens hier widerspricht er sich selbst: Wie kann aus einem angeblich eigenständigen Impact-Projekt rückwirkend ein Tausch zwischen den angeblich unabhängigen Produkten innerhalb desselben Ökosystems möglich? Und wieso dürfen Anleger bei diesem Tauschgeschäft zwar Tokens wechseln – aber kein externes Kapital, keine reale Wertschöpfung und keine Projektfortführung erhalten?
Mit anderen Worten: Das Projekt verschwindet – der Schaden bleibt im System.
Das strukturelle Problem hinter TUPAN und den Product Ownern rund um Safir/ZENIQ
TUPAN ist kein Einzelfall, sondern ein Musterbeispiel für das Grundproblem des Safir/ZENIQ-Systems: Projekte werden über eine zentrale Vertriebsplattform massiv beworben, Verantwortung wird formal ausgelagert an „Product Owner“. Sobald Probleme auftreten, wird auf genau diese externe Verantwortung verwiesen und am Ende erhalten Nutzer Voucher, Umtauschoptionen oder neue Token, aber keine Klarheit.

Laut Winter sei der TUPAN-Besitzer Oderli Feriani heute unter anderem Namen in Italien aktiv und habe erhebliche Probleme mit der brasilianischen Justiz. Wörtlich spricht Winter von „schwerwiegenden Finanzbetrugsdelikten“ und davon, dass es sich um „jemanden handelt, der eine bestimmte Strategie verfolgt hat“. Dass Winter TUPAN heute als besonders „schwierig“ darstellt und die mutmaßliche Kriminalität Oderlis so sehr betont, wirkt weniger wie Aufklärung – eher wie nachträgliche Distanzierung von einem einst Gleichgesinnten. Dem aufmerksamen Beobachter in unseren Reihen fällt hierzu ein gutes altes Sprichwort ein: Wer im Glashaus sitzt…
Safir/ZENIQ Ecosystem: Marktplatz, aber bitte ohne Haftung
Der Fall TUPAN zeigt exemplarisch, was passiert, wenn Plattformen Projekte aggressiv vermarkten, sich im Nachhinein aber auf die Rolle eines neutralen Marktplatzes zurückziehen. Während Winter heute betont, dass die Initiatoren von Safir/ZENIQ für all das nicht zuständig gewesen seien, bleiben geschädigte Nutzer mit Token-Umtauschlösungen, wenig aussichtsreichen Voucher-Modellen und offenen Fragen zurück. TUPAN ist damit weniger ein Ausreißer – sondern ein Symptom eines Systems, in dem Verantwortung immer dort endet, wo sie eigentlich beginnen müsste.
Hinweis:
Dieser Beitrag basiert auf öffentlich zugänglichen Quellen, dokumentierten Nutzerberichten und redaktioneller Analyse. Er dient der Information der Öffentlichkeit und fällt unter die Presse- und Meinungsfreiheit gemäß Art. 5 GG, Art. 10 EMRK und Art. 85 DSGVO. Tatsachen und Bewertungen wurden sorgfältig getrennt und entsprechend gekennzeichnet.
Quellen
- „Support Old Safir Community“ Telegram Gruppe
- Vollständige Aufzeichnung des Calls vom 07.12.2025 (Winter/Okanovic)
- Eigene Verifizierung (Redaktion): Domain-/Firmenprüfung, Sicherung des Calls und sämtlicher relevanter Screenshots.











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